Im Garten zuhause


Hochbeet 2.0:                             Die Küchengarten-Box

Die Küchengarten-Box ist ein richtiger Mini-Küchengarten, der mit wenig Platzbedarf auskommt. Außer dem eigentlichen Hochbeetbereich für Gemüse bietet die Küchengarten-Box auch noch ein halbrundes Kräuter-Rondell und einen niedrigen Pflanzkasten für rankende Gemüse wie Feuerbohnen.

 

So wird die Küchengarten-Box gebaut


 

"Wenn Du einen Garten und eine Bibliothek hat, wird es Dir an nichts fehlen."

 

Cicero

 

 

Aktuelle Anbautipps
für Gemüse und Kräuter auf dem Hochbeet:

praxistipps im august


Der Buchtipp zur Webseite

 

Das Praxisbuch zum Thema Hochbeet mit
Bau- und Pflanzplänen 
sowie einem Kalender-Bereich,
der Monat für Monat praktische Anbautipps, 
 Sorten-Empfehlungen und leckere Rezepte liefert.

 

BLV Verlag; 96 Seiten; €
 12,99 (D); € 13,40 (A) 

Über 79.000 verkaufte Exemplare!


 

  

 

Viel Spaß auf meiner Website!

 

Susanne
Nüsslein-Müller

 






Gartenblog

Vegane Wespen

Wespen gehören nicht zu den Insekten, die man gern im Übermaß im Garten hat. Meist werden sie im August zur Plage, ob beim Kaffeeklatsch oder der Grillparty. Wespen fühlen sich von vielem angezogen, was bei uns auf den Tisch kommt oder an den Obstbäumen hängt. Meine Wespen haben es in diesem Jahr aber wohl hauptsächlich auf die Blüten des Bronzefenchels im Staudenbeet am Teich abgesehen. Es sind dieses Jahr eine Reihe von blühenden Pflanzen dort und sie sind seit kurzem dicht belagert mit den stechenden Zweiflüglern. Da müssten man mal testen, ob diese sich bei der nächsten süßen Mahlzeit im Garten nicht durch ein oder zwei Blütenstände in einer Vase von den anderen Leckereien ablenken lassen?



Trocken, trocken, trocken

Nach den letzten heißen Tagen kommt die Wahrheit ans Licht. Welche Pflanzen sind hitzestabil und kommen auch ohne zusätzliches Gießen über die Runden im Garten? 38,9  Grad Celsius im Schatten, das ist der heißeste Tag ever in meinem bisherigen Gärtnerleben. Die Rispenhortensien in den Beeten gehören zu den Verlierern, sie schlappen schon seit Tagen. Auch wenn ich sie inzwischen fast täglich wässere, nützt dies nichts. Meine Topfhortensien dagegen haben es gut, denn erstens gieße ich sie regelmäßig und zweitens kann ich ihnen bei der Hitze auch einen schattigen Platz geben. Die Schafgarbe am Teichrand hingegen reckt ihre gelben Blütenstände in die Mittagssonne als wenn nichts wäre. Oder steht sie schon mit einer Wurzel im Teich?



Nie ohne Gartenschere

Wenn Du in den Garten gehst, vergiss die Schere nicht! In Abwandlung des Nietzsche-Zitat lautet so mein Gartenappell im Juli. Denn zum Ende der Austriebszeit gibt es immer etwas zu schneiden auf dem Weg durch die Beete. Von Rosen, die mehrmals blühen, schneide ich jetzt alle verblühten Blütenstände ab. Dann geht die Kraft der Pflanzen in neue Seitentriebe und Knospen und nicht in Hagebutten. Neue, zu lange Triebe von Sträuchern, die in den Weg wachsen, kürze ich bis zur Basis ein. Auch meine immer noch nicht vom Zünsler befallene Buchshecke am Rondell braucht jetzt einen Formschnitt, bevor es wieder heiß und trocken wird. Auf dem Hochbeet schneide ich die Samenstände der Winterhecke ab, damit sie neue Schloten bildet und die Wilde Rauke, damit  frisches Grün wächst. 



Glamourkäfer auf Tour

Der große, grün metallisch schimmernde Käfer fällt mir beim Gang durch den Garten gleich ins Auge. Zumal er sich durch Nichts dabei stören lässt, die Blüten der Wiesenraute im Staudenbeet gründlich nach Pollen und Nektar abzusuchen. Ich erinnere mich, es ist ein Rosenkäfer, der sich hier genüsslich bedient. Seine Larven wachsen in morschen Baumstämmen heran, wo sie sich dann nach zwei bis drei Jahren verpuppen. Etwa drei Wochen danach schlüpfen die prächtigen Käferexemplare aus der Puppenhülle. Rosenkäfer treten nicht in Massen auf und ihr Fraß schädigt die Blüten nicht. Und morsches Holz findet er in unserem Naturgarten oder auf der Wiese mit Knick dahinter sicher auch für die Eiablage.



Model-Erbsen

Die violette Zuckerschote von T & M ist schon blühend ein Hingucker. Die Farbe ihrer Blüten ist hellrosa und purpurrot. Dann wachsen langsam die kleinen violetten Hülsen aus den Blütenresten hervor und schon wenige Tage später sind sie erntereif. Beim Kochen verblasst zwar ihre violette Farbe, aber lecker und durch die besonderen Farbstoffe auch sehr gesund, sind sie auf jeden Fall. Was für ein nachhaltiger Genuss im Vergleich zu den immer häufiger auch im Winter im Supermarkt aus Peru(!) zu findenden Zuckerschoten mit absolut mieser Ökobilanz. Jedes Gemüse hat seine Zeit und im Winter greife ich lieber zu Rotkohl oder Sellerie, wenn auf dem Hochbeet nur noch wenig zu ernten ist.

 



Weißer Rosenzauber

Wann ist eine Rose am schönsten? Für mich ist das klar die Zeit, wenn sie ihre ersten Knospen geöffnet hat und noch keine Blüten verblüht sind. Man kann sich schon an Blüte und Duft erfreuen und das Beste kommt noch. In diesem Jahr hatte ich wenig Zeit, meine Rosen zu schneiden. So habe ich auch meine Rosa x Alba wachsen lassen und sie dankt es mir jetzt  mit reichem Knospenansatz. Dieser ist bei Strauchrosen oft um so besser, je waagerechter die Triebe stehen. Mit den überhängenden Trieben und den gefüllten, weißen Blüten mit einem zartrosa Touch hat sie etwas märchenhaftes. Diese alte, aber sehr robuste und blattgesunde Rose blüht zwar nur einmal, aber dafür besonders schön. Den Ableger habe ich vor Jahren aus der Verwandtschaft meiner Mutter bekommen. Die Mutterpflanze dazu wuchs im Garten ihres Großvaters.



Blätter wie gemalt

Alle Funkien in meinem Garten haben jetzt  ihre Blätterpracht voll entfaltet.  Ich weiß gar nicht, wie viele verschiedene Sorten es inzwischen sind. Ich werde wohl mal eine Funkien-Inventur machen müssen... Immer wenn ich zur Park & Garden-Ausstellung auf dem Stockseehof fahre um Pfingsten (dieses Jahr vom 2.-6. Juni), kann ich an dem niederländischen Funkienstand  einfach nicht vorbei gehen und schleiche lange um die unendliche Blätter-Vielfalt herum, bis ich zugreife. In jedem Jahr haben die  Funkiengärtner wieder Neuheiten dabei. Dies macht sich nicht nur in der Attraktivität der Pflanzen bemerkbar, sondern auch im Preis. Die exklusiven Neuzüchtungen sind oft dreimal so teuer wie ältere Sorten von denen ich ja die meisten auch noch nicht habe.



Zwiebelblüher eingebürgert

Als ich die blauen Blütenschöpfe im Beet entdecke, erinnere ich mich... Schon im vorletzten Frühjahr tauchte im Beet unter dem Schmetterlingsstrauch ein neuer Frühlingsblüher auf, den ich ganz sicher an diese Stelle nie gepflanzt hatte. Garten-Alzheimer? Nein, irgendwoher ist von der Schopfigen Traubenhyazinthe (Muscari comosum) Saatgut heran geweht oder durch Ameisen in meinen Garten verschleppt worden oder... ? Na, jedenfalls scheint sich die Zwiebelpflanze wohl zu fühlen, denn es sind schon deutlich mehr Blütentriebe und damit auch Zwiebelchen geworden. Wie schön, wenn einem die Natur den Garten mal mit so attraktiven Blüten mitgestaltet.



Sonnen-Blüten

Auf einmal ist die Wiese hinter unserem Haus  wieder gelb vor Löwenzahnblüten! Und auch diein den Beeten  übersehenen Pflanzen verraten sich jetzt  durch erste gelbe Blüten. Der Löwenzahn ist ein tolles Wildkraut mit vielerlei Nutzen, aber in den Staudenbeeten möchte ich ihn trotzdem nicht haben. Dafür darf er hinten im Garten unter den Obstgehölzen wachsen. Und im Vorübergehen pflücke ich immer mal wieder ein paar jüngere Blätter und esse sie. Denn die Bitterstoffe sind gesund für Leber und Galle. Naturarznei aus erster Hand. Nur den weißen Milchsaft der Blatt- und Blütenstiele sollte man sich nicht auf die Kleidung holen. Das gibt braune Flecken, die nie wieder raus gehen...