Im Garten zuhause


Aktueller Hinweis: In Zeiten der Corona-Pandemie möchte ich bewusst diese Seiten coronavirus-frei halten (außer diesem Hinweis). Ich möchte vielmehr weiter zuversichlich und hoffentlich inspirierend über Pflanzen und Natur in meinem Garten berichten und hoffe, dass ihr genau wie ich daraus Kraft schöpfen könnt und Ablenkung findet.


Hochbeet 2.0: Die Küchengarten-Box

Die Küchengarten-Box besteht aus drei Elementen: einem Hochbeet-Bereich (2 x 1,2 m), einem halbrunden Kräuter-Rondell und flachen Pflanzkasten mit Rankstangen. Sie ist damit ein kompletter kleiner Mini-Küchengarten und leicht mit Material aus dem Baumarkt zu bauen. Mehr...


Gartenhelfer aus dem Gelben Sack

Nützliche Helfer fürs Gemüse-Gärtnern findet ihr in jedem Gelben Sack bzw. in der Wertstofftonne. Generell ist Müllvermeiden besser, als ihn zu verwenden oder upzucyceln. Trotzdem lassen sich einige Dinge für praktische Garten-Lifehacks prima weiter nutzen, zum Beispiel bei der Pflanzenanzucht im Frühjahr. Mehr...


 

"Wenn Du einen Garten und eine Bibliothek hast,
wird es Dir an nichts fehlen!"         (Cicero)

Aktuelle Anbautipps
für Gemüse und Kräuter auf dem Hochbeet:

praxistipps
für September


Ein Praxisbuch zum Thema Hochbeet mit
Bau- und Pflanzplänen 
sowie einem Kalenderteil,
der Monat für Monat praktische Anbautipps, 
 Sorten-Empfehlungen und leckere Rezepte für Hochbeetfans liefert.

BLV Verlag; 96 Seiten; €
  12,99 (D); € 13,40 (A) 

Über 60.000 verkaufte Exemplare!


Viel Spaß auf meiner Website!

 

Susanne
Nüsslein-Müller

 




Gartenblog

Blütentraum aus der Prärie

Seit Wochen erfreut mich die weißblühende Prachtkerze am Teichrand. Sie macht ihrem Sortennamen 'Whirling Butterflies’ alle Ehre. Mit den zarten, schmetterlingshaften Blüten, die immer und immer wieder nachgebildet werden, wiegen sich ihre drahtigen Triebe im Wind. Es lohnt sich nach den höheren Sorten der Gaura lindheimeri, wie sie auf botanisch heißt, Ausschau zu halten. Meist findet man eher kompakte und rotblühende Sorten im Topf angeboten. Die sind auch sehr blühfreudig, aber nicht so schön duftig wie die hohen Sorten. Mit etwas Glück kommt die Pflanze auch über den Winter, denn eigentlich ist es eine Staude. Nur zu frostig mag sie es nicht. Meine hat den letzten Winter jedenfalls überstanden und ich hoffe, den kommenden auch...

Dekorative Wespen-Abwehr

Es stört mich nicht, wenn Wespen in meinem Garten sind, morgens schon auf der Terrasse mein Konfitürenbrot ablecken und aus dem leeren, aber eben durch die Reste darin, noch sehr rutschigen Schmoothieglas nicht wieder rauskommen und ich sie retten muss. Aber das sie sich in diesem Jahr seit drei Wochen täglich einen neuen meiner

am Anfag noch nicht ganz reifen James Grieve-Apfel schnappen, mühsam ein Loch in die Schale fressen, damit diese dann Faulstellen bekommen und für die Wespen noch leckerer werden, das stört mich schon. So viele Äpfel trägt der kleine Baum nicht, über dessen frühreifende Früchte ich mich im Spätsommer besonders freue. Also habe ich um die schönsten Exemplare einfach Organza-Beutelchen gestülpt. Da kommen die Wespen nicht dran!

 

Letzte Sommersonne

Sonntag Morgen halb zehn in Norddeutschland: Ich höre weder Baustellenlärm noch Rasenmäher und auch der manchmal lästige Autobahnlärm ist wegen absoluter Windstille verstummt. Die Sonne scheint angenehm warm in meinen Strandkorb, zahlreiche Libellen schwirren schon  über den Schwimmteich, Vögel kommen zum Baden. Alles in Allem ein perfekter Spätsommer-Gartentag. Diese allerletzten schönen Sommertage sollte man besonders genießen. Auch wenn die Gartencenter schon wieder mit Blumenzwiebeln locken, man noch die eine oder andere Staude umpflanzen möchte und Himbeeren und Brombeeren reif sind zum Pflücken. Dafür ist später noch Zeit.  Erst einmal einfach sitzenbleiben und staunen über die Natur. Denn am ersten September ist ja schon Start in den Herbst.

 

 

Zufallsfund Buchweizen

Auf Anhieb habe ich sie nicht erkannt, aber dann fiel der Groschen. In meinem Blumenkasten, in dem ich eine Samenmischung für Insekten ausgebracht habe, sind auch ein paar Buchweizenpflanzen gewachsen. Das Knöterichgewächs, das eigentlich nichts mit Getreide wie Weizen zu tun hat, übt eine große Anziehungskraft auf Schwebfliegen und andere nützliche Blütenbesucher aus.

Die kleinen weißen, teilweise  rosa angehauchten Blüten sehen sehr apart aus. Ich werde auf jeden Fall Saatgut davon sammeln und im nächsten Jahr wieder aussäen. Die dreikantigen Früchte erinnern ein wenig an Mini-Bucheckersamen. An den pfeilförmig zugespitzen Blättern kann man die Zugehörigkeit zu den Knöterichgewächsen gut erkennen.

 

 

 

Salatwetter

Bloß nicht kochen bei der hochsommerlichen Wetterlage! Ich ernte lieber schon am frühen Morgen frischen Schnittsalat vom Hochbeet, eine Snackgurke, verschiedene Kräuter und ein paar kleine Buschtomaten.  Mit einer säuerlich-frischen Vinaigrette und Schafskäse oder gehobeltem Parmesan darüber wird das ein leichtes, sommerliches Mittagesssen ohne viel Tamtam. Die Gießerei macht Arbeit genug und ich sehne mich nach einem ganztägigen Landregen, der Teich, Regenwasser-Erdtank und meine eigenen Energiereserven wieder auffüllt. Aber da ist hier bei uns im Nordosten von Hamburg erst einmal wenig Aussicht drauf.

 

 

Zaubergarten

Vor der anstehenden Wochenendhitze habe ich  letzten Donnerstag den Garten von Fenna Graf besucht. Schon lange stand dieser ganz besondere Garten rund um ein altes Bauernanwesen in der Nähe des Plöner Sees auf meiner To-see-Liste. Jeden Donnerstag Nachmittag kann er im Sommer besucht werden ab 14 Uhr. Und der Garten war gut besucht, aber es verlief sich in den vielen "Gartenzimmern" mit immer wieder neuen Ausblicken und Sitzplätzen. Einige der liebevoll  arangierten und im Garten toll in Szene gesetzten Stauden kann man gleich vor Ort kaufen. Das ist eine gute Idee und natürlich habe ich auch ein Mitbringsel erstanden: Die Mini-Fetthenne  ‘Little Missy’ mit weißrandigen Blättern und rötlich angehauchten Miniblüten als sommerliche Tischdeko.

 

 

 

 

 

Eingebürgert

Da wächst etwas in unserem Garten und wir erkennen es nicht gleich? Eine ungewohnte Situation für zwei eingefleischte Botaniker wie mich und meinen Mann. Die Pflanzenfamilie war klar: Aufgrund des feingefiederten Laubes konnte es sich nur um ein Doldenblütler handeln. Aber es blühte noch nicht und so hieß es warten. Jetzt haben sich die Knospenansätze zu zarten rosa-weißlichen Doldenblüten entwickelt und  nach kurzer Buch-Recherche (ja, so etwas gibt es noch!) war klar: Es ist der Kletten-Kerbel (Torilis japonica), der sich im Halbschatten der alten Blutpflaume hinterm Teich wohlfühlt. Er ist wohl schon länger hier ansässig, da er in diesem Jahr schon einen ganzen Bestand gebildet hat. Die zarten Blütenwolken werden gern von zierlichen Wildbienen und Schwebfliegen besucht. Er darf bleiben.

 

 

Sommerkräuter

Frisches Grün aus dem sommerlichen Garten: Die Schloten der Winterhecke-Zwiebel, Wilde Rauke und Basilikum-Blätter sind ein superleckeres Trio. Ich kröne damit zum Beispiel Nudelgerichte (Foto), werte eine knusprige Pizza nach dem Backen noch damit auf oder toppe Salate damit. Mit einem Schuß guten Olivenöl darüber wird das Ganze perfekt. Das Basilikum wächst bei mir in einem kleinen Hochbeet mit Frühbeetumrandung, aber ohne Dach.  Da bekommt es die meiste Wärme und steht vor allem nachts geschützter als auf dem normalen Kräuter-Beet. Denn Basilikum mag Wärme. Ursprünglich ist die Pflanze ja auch in Indien beheimatet und gehört nicht etwa wie Rosmarin und Thymian zu den Kräutern aus dem mediterranen Raum. Schon beim Pflücken verströmt die Pflanze ihr unverwechselbares Aroma.

 

 

     

 

 

Josta-Beeren

Nach den den Roten Johannisbeeren sind jetzt auch die Jostabeeren reif. Die robuste Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere möchte ich nicht mehr missen in meinem Küchengarten. Sie ist robust und viel weniger krankheitsanfällig für Gallmilbenbefall oder Mehltau als Stachelbeeren. So gibt es bei mir den Stachelbeerbaiserkuchen als Jostabeerenkuchen. Auch  für Rote Grütze oder Smoothies nutze ich die aromatisch säuerlichen Früchte und was jetzt nicht frisch verzehrt wird, wird zu Konfitüre verarbeitet oder eingefroren.  Der Strauch lässt sich leicht über Stecklinge vermehren und wächst zügig heran. Meine Pflanze habe ich zu einem Hochstämmchen gezogen. Da muss man sich noch nicht einmal nach den leckeren Früchten bücken.