Im Garten zuhause


Aktueller Hinweis: In Zeiten der Corona-Pandemie möchte ich bewusst diese Seiten coronavirus-frei halten (außer diesem Hinweis). Ich möchte vielmehr weiter zuversichlich und hoffentlich inspirierend über Pflanzen und Natur in meinem Garten berichten und hoffe, dass ihr genau wie ich daraus Kraft schöpfen könnt und Ablenkung findet.


Hochbeet 2.0:                             Die Küchengarten-Box

Die Küchengarten-Box ist ein richtiger Mini-Küchengarten, der mit wenig Platzbedarf auskommt. Außer dem eigentlichen Hochbeetbereich für Gemüse bietet die Küchengarten-Box auch noch ein halbrundes Kräuter-Rondell und einen niedrigen Pflanzkasten für rankende Gemüse wie Feuerbohnen.

 

So wird die Küchengarten-Box gebaut


 

"Wenn Du einen Garten und eine Bibliothek hat, wird es Dir an nichts fehlen."

 

Cicero

 

 

Aktuelle Anbautipps
für Gemüse und Kräuter auf dem Hochbeet:

praxistipps für oktober


Der Buchtipp zur Webseite

 

Ein Praxisbuch zum Thema Hochbeet mit
Bau- und Pflanzplänen 
sowie einem Kalenderteil,
der Monat für Monat praktische Anbautipps, 
 Sorten-Empfehlungen und leckere Rezepte für Hochbeetfans liefert.

BLV Verlag; 96 Seiten; €
 12,99 (D); € 13,40 (A) 

Über 79.000 verkaufte Exemplare!


 

  

 

Viel Spaß auf meiner Website!

 

Susanne
Nüsslein-Müller

 






Gartenblog

Zeit für Gräser

Die fedrigen Blütenstände des Chinaschilfs 'Kleine Fontäne' (Foto) leuchten jetzt besonders schön im Gegenlicht der niedrig stehenden Herbstsonne. Bis weit in den Winter sind die Ziergräser in meinem Garten ein Blickfang. So auch das Diamantgras, dessen silbrige Blütenstände viele tausend Tau- oder Raureiftropfen auffangen und zum Glitzern bringen. Am Holzdeck unseres Teiches wächst und blüht eine andere Chinaschilfsorte so überbordend, dass man im Herbst kaum noch daran vorbei kommt. Sie trotzt Sturm, Regen und Schnee oft bis zum Frühjahr. Gräser geben dem Garten Struktur und bringen auch Bewegung ins Beet. Sie sind mir genauso lieb wie auffällige Blütenstauden oder Rosen. 



Bohnen unter falschem Namen

Auch im Spätsommer lohnt der Gang zum Hochbeet jeden Tag. Im Moment gibt es bei uns  häufig einen leckeren Bohnen-Tomatensalat mit Zwiebelgrün von der Winterhecke und Vinaigrette. Als Bohnen kommen so genannten 'Türkische Erbsen' hinein. Das ist eine alte aromatische Stangenbohnen-Sorte ohne Fäden. Bei mir ranken zwei Pflanzen davon seitlich am Hochbeet über einen Frühbeet-Tunnelbogen aus Metall.  Ich leite die Ranken also eher waagerecht und kann bequem pflücken. Lässt man ein paar der Hülsen ausreifen und gelb werden, hat man gleich Saatgut für das nächste Jahr . Im Handel findet man die Samen der Bohnenrarität zum Beispiel von der Firma Sperli.



Pflanzen-Fehlkauf

Auf einmal sind die durchaus dekorativen, aber leider sehr  invasiven Triebe der Eidechsenschwanz (Houttoynia cordata) überall im dichten Bewuchs unseres Waldgartens sichtbar. Beim Nachbuddeln fördere ich neben den kurz bewurzelten Blatttrieben auch fingerdicke helle Hauptwurzeln aus dem Boden, die sich meterlang durch Beet und Wege ziehen. Einige Stauden, wie die jetzt blühende Waldaster und eine Blaublatt-Funkie, sind durchwuchert und ich werde Mühe haben, diese wieder sauber zu trennen - wenn dies überhaupt gelingt. Auch zwischen den Ritzen der Steinfläche sprießen die Blätter hervor und ich ahne schon, dass auch diese komplett ausgegraben werden müssen. Selber Schuld. Diese Staude sollte nur mit Gefahrenhinweis verkauft werden.



Ein Hoch auf die Ringelblume

Die strahlenden, orangefarbenen Blüten der Ringelblumen (Calendula offizinales) möchte ich im Sommer nicht missen. Meist keimen die beliebten Sommerblüher im Frühjahr von allein aus herab gefallenen Samen vom Vorjahr. Diese sind auch Namensgeber. Denn das längliche Saatgut ist rundlich eingekringelt. Die Blütezeit reicht den ganzen Sommer über und die essbaren Blüten schmücken in dieser Zeit viele Speisen auf meinem Speisezettel. Dazu schrecken die Ausscheidungen der Ringelblumen-Wurzeln schädliche Fadenwürmer (Nematoden) ab. So sorgt die dekorative Sommerblume  im Gemüsebeet auch für gesundes Gemüse und ist in der Mischkultur eine nützliche Ergänzung. Und so schön!



Wer knabbert an der gelben Bete?

Na, wer war das denn? Eine meiner gelben Bete auf dem Hochbeet wird seit ein paar Tagen von einem Tier systematisch weggeknabbert. Das sind keine Schnecken. Jeden Morgen fehlt ein Stück mehr der oberirdisch wachsenden Knolle. Mit der Wildkamera lässt sich der nächtliche Besucher eindeutig überführen, auch wenn es kein sehr scharfes Foto ist. Eine Maus lässt sich jede Abend die lecker süß-aromatische Knolle schmecken. Die restlichen Gelben Beten habe ich inzwischen geerntet. Eine kann ich entbehren....



Hortensien-Zeit

Im Hochsommer ist Hortensienzeit und die brauchen viel Wasser. So stehen meine verschiendenen Hortensien auch gut da und die meisten blühen schon üppig. Mein Liebling ist die Sorte 'Love You Kiss' mit cremefarbenen Hochblättern, die einen lachsrotem Rand haben. Sie stammt aus Holland und gehört zu den Hovaria-Hortensien. Diese zeichnen sich neben besonders auffälligen Blütenständen auch durch eine schöne rote Herbstfärbung aus. 'Love you Kiss' empfängt meine Besucher im Kübel am Hauseingang und überwintert immer im Gewächshaus. Im Frühjahr bekommt die Pflanze eine Ladung Rhododendrondünger auf den Topfballen und wächst dann richtig los. Nur das regelmäßige Wässern darf man nicht vergessen.

 



Käferplage an der Rauke

Wir waren nur kurz  zwei Tage an der See, da haben die kleinen Biester wieder zugeschlagen. Alle Blätter der Wilden Rauke sind durchlöchert. Der Kohlerdfloh ist wieder unterwegs und frisst sich satt. Die keinen, glänzend-dunklen Käfer haben ihren Namen zu recht, denn wenn man sich ihnen nähert, springen sie weg wie ein Floh. Dafür haben sie sehr kräftige Hinterbeine. Ich wüsste nicht, welche Fressfeinde die Käfer haben können, so schnell wie die kleinen Hüpfer sind. Meine frisch gepflanzten Grünkohl-Setzlinge hatte ich zum Glück mit einem Insektenschutz-Netz versehen – eigentlich zum Fernhalten der Kohlweißlinge.


Fundstück Mochusmalve

Gemäß der Redensart „Man geht nie zweimal in denselben Garten“ habe ich heute  eine neue Pflanze in einem Beet entdeckt. Nicht gesät und nicht gepflanzt, aber herzlich willkommen sind mir die weißen Blüten einer der Mochusmalve (Malva moschata ‘Alba’) Diese ist in dem Gewusel der Mutterkrautpflanzen unbemerkt herangewachsen  und jetzt erst im Blühen sichtbar. So kommen immer mal wieder Samen aus Nachbargärten oder auch durch Sämlinge in der Topferde von gekauften Stauden in den Garten. In diesem Fall mal kein „Unkraut“, sondern eine Staude, die ich gern weiter kultiviere und auch versuchen werde, durch gezielte Aussaat zu vermehren.



Himmelsstürmer Rambler-Rose

Ein Höhepunkt im Gartenjahr: Schon am frühen Morgen summt und brummt es in den cremeweißen Blütendolden von 'Bobby James', meiner Lieblings-Ramblerrose. Sie hat mit ihren meterlangen Trieben und unzähligen Blütendolden den eher sparrigen, hohen Ilex inzwischen völlig vereinnahmt und ragt weit in den zur Zeit so blauen Himmel. Unsere Bienen sammeln fleißig für den Rosenhonig, der dann im Hochsommer geerntet werden kann. Vor dem Rosenstock auf der Terrasse stehen Sonnenschirm und Hängematte. Ein idealer Ort, um in den Mittagsstunden dort zu entspannen, den wunderbaren Duft der Blüten zu genießen und das emsige Treiben in den Blüten zu beobachten.