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Hochbeet 2.0: Die Küchengarten-Box

Die Küchengarten-Box besteht aus drei Elementen: einem Hochbeet-Bereich (2 x 1,2 m), einem halbrunden Kräuter-Rondell und flachen Pflanzkasten mit Rankstangen. Sie ist damit ein kompletter kleiner Mini-Küchengarten und leicht mit Material aus dem Baumarkt zu bauen. Mehr...


Aktuell: Küchengarten-Box aus Lego

 

Ich habe meinem Spieltrieb freien Lauf gelassen und über den Winter eine Küchengarten-Box aus Lego gebaut. Ich finde, Sie ist gut gelungen, was meint ihr? Mehr...

Aktuelle Anbautipps
für Gemüse und Kräuter auf dem Hochbeet:

praxistipps im august


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Praxisbuch zum Thema Hochbeet mit
Bau- und Pflanzplänen 
sowie einem Praxisteil,
der Monat für Monat Anbautipps, 
 Sorten-Empfehlungen und Rezepe für Hochbeetfans liefert.

BLV Verlag; 96 Seiten; €
  12,99 (D), € 13,40 (A) 

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"Wenn Du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es Dir an nichts fehlen!"         (Cicero)

Viel Spaß mit meiner Website!

 

Susanne
Nüsslein-Müller

 



Gartenblog

Kernige Früchte

Mischkultur der besonderen Art: Aus unserem großen Kirschlorbeerstrauch am Teichrand wachsen seit einigen Jahren Brombeerranken mit leckeren Früchten heraus. Das Geäst des Kirschlorbeers schützt bei der Ernte vor allzu direktem Kontakt mit den stacheligen Trieben. Tag für Tag werden die schwarzen, aromatischen Früchte jetzt reif.  Jeden Morgen landet eine Handvoll davon zusammen mit den ersten Äpfeln aus dem Garten und Melone, Ingwer, Leinöl  und Orangensaft in unserem Frühstückssmoothie. Denn was Goji und Co. können, hat die heimische Brombeere schon lange drauf. Vitamine, Mineralien, Folsäure und eine Menge Anthocyane, also Pflanzenfarbstoffe, sorgen für unsere Gesundheit. Brombeerkonfitüre habe ich auch schon gekocht. Die ist aber nur etwas für kernige Typen.

Hochbeetsommer

Auf meinen Hochbeeten wuchert es wie meist im August: Es gibt leckere Zucchini und auch die für Ampeln empfohlene Stangenbohne 'Hestia' setzt üppig Bohnenhülsen an.  Die Wilde Rauke kann, nachdem mal wieder die Kohlerdflöhe über sie hinweg gezogen sind, jetzt einen Rückschnitt gebrauchen (Foto). Dann treibt sie noch einmal frisches, scharfes Grün nach. Den Anfang Juni gesetzten Kohlrabi kann man bei dem mal feuchten, mal sonnigen Wetter beim Wachsen zugucken. Und nach einem spätabendlichen Besuch mit Taschenlampe habe ich auch die paar Schnecken, die trotz Hitze herangeschwachsen sind und schon auf dem Weg zu meinen Salatsetzlingen waren, dauerhaft davon abhalten können. Trotzdem streue ich auch noch Ferramol-Schneckenkorn um die gefährdeten Kulturen.

Ambrosie entdeckt

Gerade habe ich sie entdeckt und wiedererkannt. Das doppelt gefiederte Laub der Pflanze, die da in meinem Staudenbeet wächst gehört zum Beifußblättrigen Taubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), meist Ambrosie genannt. Wenn sie im Spätsommer erst einmal zu blühen beginnt, produziert die Pflanze in einem Jahr bis zu einer Millionen Pollen und die sind für Allergiker sehr gefährlich. Ich habe deshalb die Pflanze rausgezogen und sie in der Komposttonne dem Gang der Dinge überlassen. Das solltet ihr auch tun, wenn sie im Garten auftaucht. Die Ambrosie gelangt immer wieder durch Vogelfutter in die Beete. Da wo die Pflanze bei mir wuchs, hingen gleich daneben im Winter immer Meisenknödel am Rankobelisken.

 

Falter im Glück

Schon früh am Morgen flattert und summt es im und um unseren Schmetterlingsstrauch. Durch das schöne Wetter ist der üppige Solitärstrauch vor unserer Küchenterrasse besonders gut besucht. Ich halte nach Raritäten Ausschau. In diesem Jahr sind es viele Distelfalter (Foto), die die nektarreichen Blüten umschwärmen. Dazu kommen Tagpfauenauge, Admiral, kleiner Fuchs und auch mal ein Zitronenfalter. Kohlweißlinge sind es bisher wenige, was mich als Gemüsegärtnerin auch nicht betrübt. Der inzwischen neun Jahre alte Strauch ist dieses Jahr besonders üppig gewachsen. Das liegt auch daran, dass wir ihn jedes Jahr im Spätwinter auf den Stock setzen und die Triebe nicht, wie oft zu sehen, nur halbherzig einkürzen. So treibt er kräftig von der Basis aus und die Blütenpracht bleibt auf Augenhöhe.

Libellen-Leben

Beim morgendlichen Schwimmen in unserem Teich bin ich mit ihr auf Augenhöhe: Eine Libelle ist am frühen Morgen geschlüpft und sitzt jetzt auf einem der grasartigen, langen Blätter einer Schwanenblume. Es ist immer wieder ein einzigartiger Moment den Übergang der Insekten vom Larvenleben im Wasser zum Leben in der Luft beobachten zu können. Einige Zentimeter tiefer klammert noch die eben verlassene Larvenhülle am Blatt. Genau wie ich würde die Libelle sich sicher etwas mehr Sonne an diesem Morgen wünschen für ihren Start ins Leben in der Luft. Aber sie ist trotzdem schon voll entwickelt und startet auch gleich zu ihrem ersten Flug als ich noch näher komme. In den nächsten Wochen werde ich sie sicher noch oft beobachten können bei ihrer Jagd nach Insekten über dem Wasser.

Kontrolle am Kohl

Den meisten Schaden auf meinen Hochbeeten durch Insekten habe ich an Kohlpflanzen wie Brokkoli oder Grünkohl. Daher beobachte ich in der Wachstumsphase genau, was sich so auf bzw. genauer gesagt unter den Blättern tut. Denn dort legen Weiße Fliegen (Foto), Kohlweißling oder Eulenfalter jetzt ihre Eigelege ab. Deren Larven bzw. bei den Schmetterlingen die Raupen saugen oder fressen dann an Blättern oder Blütenknospen.  Kontrolliert man die Kohlblätter regelmäßig und entfernt dabei Eigelege oder Schädlinge mechanisch, kann man Schlimmeres verhindern. Ein dichtmaschiges Insektenschutznetz über den Kulturen schützt vor neuen Eindringlingen und sichert eine gute Ernte ohne Fraßschäden oder Raupen im Blumenkohlgratin...

Kräutersegen

Es wird höchste Zeit, etwas von dem reichen Kräutersegen in meinem Garten zu konservieren, denn mit dem Verzehr kommen wir bei der Vielfalt eh nicht nach und im Winter freut man sich, wenn man kleine Vorräte an eingefrorener Petersilie oder Schnittlauch hat. Auch die Zitronenmelisse (Foto) friert man besser ein, als dass man sie trocknet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Aroma dabei flöten geht. Bei der Zitronenmelisse wird es jetzt eh Zeit für einen Rückschnitt. So kann man bald wieder frisch ausgetriebenes Laub ernten. Trocknen kann man alle Sorten von Minze oder auch Salbei. Letzterer lässt sich aber auch fast das ganze Jahr über beernten, so dass ich mir hier die Mühe spare. Egal welches Kraut, am besten erntet man die Kräuter am zeitigen Vormittag, wenn der Morgentau abgetrocknet ist.

Dicke Backen bei Dicken Bohnen

Einige Schwarze Blattläuse turnen auch nach der scharfen Kaltwasserdusche aus dem Gartenschlauch gestern noch auf meinen Dicke Bohnen-Pflanzen herum. Leider sind sie dafür sehr empfänglich. Die eiweißreichen Bohnenkerne der auch Puffbohne genannten Pflanze ziehe ich seit ein paar Jahren regelmäßig auf dem Hochbeet, diesmal die Sorte 'Witkiem'. Ein paar Mal bin dabei schon auf die prallen, bereits erntereif aussehenden Hülsen hereingefallen. Obwohl sie schon sehr dick sind, sind die Samen darin oft noch klein. Daher drücke ich die Schoten erst einmal vorsichtig, ob sie schon ausreichend gefüllt sind, bevor ich welche pflücke. Und die erste gepflückte Bohnenhülse öffne ich und schaue nach, ob sich die weitere Ernte der wirklich sehr gesunden und leckeren Bohnenkerne lohnt.

Käfer-Ansturm auf meine Rosen

Kaum eine Blüte, in der zur Zeit nicht die kleinen schwarzen Rapsglanzkäfer herumkrabbeln und Pollen und Nektar fressen: Die etwa 2,5 mm großen Käfer sind eigentlich auf Raps und verwandte Kreuzblütler aus, aber auch was ansonsten gelbe Blüten hat oder zumindest gelbe Staubblätter im Inneren bleibt nicht verschont. Bei der üppigen Rosenblüte kann ich den Befall verschmerzen, allerdings sollen die Käfer in Ermangelung von Raps im Frühjahr auch die Rosenknospen befallen und ihre Eier hineinlegen. Das habe ich aber noch nicht erlebt und irgendwo müssen die Tiere ja hin, wenn die riesigen Monokulturen vom Raps hier bei uns im Norden verblüht sind. Die letzte richtige Plage war laut Statistik 2009, wo die Strände der Ostseeküste überschwemmt waren damit.