Willkommen

Mein Garten

 Der etwa 100 qm große Schwimmteich mit Wasserlauf, Holzsteg, Sonnendeck und vielen Stauden und Sträuchern rings herum ist das Herzstück. Rund um das Jahr gibt es hier immer etwas zu beobachten und man kann wunderbar dabei entspannen.


Die Küchengarten-Box

Die Küchengarten-Box besteht aus Hochbeet-Element, Kräuter-Rondell und halbhohem Pflanzkasten mit Rankstangen. Sie  ein kompletter kleiner Mini-Küchengarten und leicht mit Material
aus dem Baumarkt zu bauen. Mehr...

Aktuelle Anbautipps
für Gemüse und Kräuter auf dem Hochbeet:

praxistipps im oktober 



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Susanne
Nüsslein-Müller

 



Gartenblog

Gräserzeit

Im Herbst zeigen meine Gräser im Garten ihre ganze Pracht: zwei Sorten vom Chinaschilf sowie Rutenhirse, Pfeifengras, Lampenputzergras und Federgras blühen um die Wette. Und das Diamantgras (Calamagrostis brachytricha), dass seit drei Jahren am Rand des Weges zum Hauseingang wächst. An seinen graugrünen Blütenrispen funkeln am Morgen feinste Tautropfen wie kleine Edelsteine. Im Gegensatz zu den anderen Ziergräsern in meinem Garten habe ich beim Diamantgras bemerkt, dass es sich selber aussät, dass heißt es keimt hier und da an anderen Stellen im Beet und auch in den Pflasterfugen, das ist weniger schön... Aber ich möchte es trotzdem nicht missen, bereichern die Rispen doch meine spätsommerlichen Blumensträuße aus dem Garten vortrefflich

Gemüseneuling

Ich bin schon so gespannt: Auf meinem Hochbeet wachsen neben Grünkohl auch die sogenannten Flower Sprouts heran, eine englische Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl. In dem Namen findet sich der englische Begriff für Rosenkohl "Brussel Sprouts" wieder und die an Blüten erinnernde Form der kleinen Röschen. Sie sind nicht dicht geschlossen wie beim Rosenkohl, sondern stark gekraust und haben eine grün-violette Farbe. Die Kultur ähnelt der vom Rosenkohl. Die kalorienarmen und vitaminreichen Kohlröschen sind schon ein Renner in den USA und werden sicher auch bei uns viele Fans finden. Ich bin gespannt, wann ich die ersten Exempalre ernten kann. Jeden Tag werden die Knospen in den Blattachseln jetzt etwas größer.

Was ist das denn?

Die Wildrosenhecke an der Gartengrenze zur Wiese hinter dem Haus trägt jetzt im Frühherbst süppigen Fruchtschmuck: Hagebutten in Orange, Schwarz oder Rot, je nach Wildrosen-Art. Eine schöne Herbstdeko, wenn die Vögel nicht vorher alles wegnaschen. Doch was ist das? An einer Rose haben sich wollige Büschel an den Zweigen gebildet. Beim Nachlesen finde ich auch gleich die Ursache heraus. Die winzige Rosen-Gallwespe hat ihre Eier im Frühling in die  Blattknospen gelegt und verursacht diese Missbildung des Gewebes. Schneidet man die wolligen, häufig verholzten Gebilde auf, kann man einzelne Kammern darin erkennen, in denen die Larven geschützt heranwachsen. Diese sogenannten Rosen- oder Schlafäpfel  schaden den Rosen kaum, da sie meist nur vereinzelt auftreten.

Saatgut-Beute

Der Herbst beginnt mit sonnigen Tagen und es wird Zeit, Samen zu ernten. An den mannshohen Blütenständen der Stockmalven haben sich im unteren Bereich bereits rundliche Samenstände gebildet, in denen die scheibenförmigen Samen dicht an dicht sitzen. Einen Teil davon ernte ich und streue sie gleich unter den Pflanzen wieder auf den Boden. Meist vermehrt sich die Pflanze so von selbst. Einige hebe ich in einer kleinen Papiertüte für nächstes Jahr auf.  Auch von der Süßdolde und der wilden Rauke habe ich bei dem sonnigen Wetter schon Samen gesammelt. Wichtig ist, die Samentüten zu beschriften, sonst weiß man im nächsten Jahr oft nicht, um welche Sorte es sich handelt. Nicht alle Samen haben ein so charakteristisches Aussehen wie die der Stockmalve.

Libellenleben

Zahlreiche Libellen surren kreuz und quer über den Teich, froh, dass heute wieder die Sonne scheint und sie deren Energie tanken können. Ich habe den Strandkorb noch einmal aufgemacht und beobachte  bei einer Tasse Kaffee das rege Treiben. Was macht so eine Libelle eigentlich, wenn es stürmt und dauerregnet, wie die letzten Tage? Wie andere Insekten verkriechen sie sich sicher irgendwo im Staudendickicht am Teichrand. Wasser ist jetzt nicht mehr ihr Element, nur ihre Kinderstube liegt unter Wasser, wo die Larven je nach Art wenige Monate und bis zu fünf Jahre verbringen, bis sie an einem Wasserpflanzenhalm an die Luft klettern und schlüpfen (Foto). Jetzt brauchen sie Luft und Sonne zum Leben. Auch auf den letzten Sommerfliederblüten ist noch reges Treiben. Jetzt sind es vor allem die Admiralfalter, die man dort flattern sieht.

Sockenwetter

Seit heute ist nun der Sommer für mich offiziell beendet. Ich habe wieder Socken angezogen, das sommerliche Barfußgefühl ist mit dem Dauerregen und den kühleren Temperaturen dem  winterlichen Kalte-Füße-Gefühl gewichen. Damit verbunden sind auch die ersten Ein- und Umräumarbeiten im Garten. Betroffen ist vor allem die Terrasse. Die Polster auf den Gartenstühlen kommen wieder in den Keller, denn jetzt werden sie auch unter der Überdachung mit der Zeit klamm.  Zum sommerlichen Terrasseninventar gehören auch der Sonnenschirmständer und die Sprudelschale. Sie wandern wieder in das Gartenhaus. Unser Gasgrill erhält wieder seine Schutzabdeckung - wir sind keine Wintergriller. Und den abgeblühten Lavendel als Tischdeko habe ich schon mal gegen eine Chrysantheme getauscht. Der Herbst kann kommen.

 

Start in den Frühherbst

Die letzten Nächte sind leider sehr kalt gewesen, am Morgen liegt Nebel über den Wiesen hinter unserem Haus. Ein Bad im Schwimmteich verkneife ich mir am frühen Morgen, die Temperatur ist unter 16 °C gesunken - meine Schmerzgrenze. Vielleicht werden die Nächte noch einmal milder, dann klappt es vielleicht die nächsten Tage wieder. Aber bald ist die Badesaison wohl leider endgültig vorbei. Dafür gibt es jetzt andere Genüsse im Garten wie aromatisch-süße Brombeeren und dicke rote Herbsthimbeeren, die bis in den Oktober täglich zu naschen sind. Die Blütenstände von Chinaschilf, Rutenhirse (Foto) und Diamantgras setzen neue Akzente in meinen Beeten und lassen den Herbst erahnen, genau wie die sich langsam verfärbenden Blütenstände der Hortensien.

Bienenmagnet

Schon am frühen Morgen, wenn ich durch unseren Vorgarten gehe, um die Zeitugn aus dem Briefkasten zu holen, ist Betrieb auf der gelbgrünen Fetthenne am Beetrand. Unsere Bienen tummeln sich dort und sammeln fleißig Nektar. Das gleiche Bild noch bei den letzten Strahlen der Abendsonne. Diese Pflanze hat es ihnen wirklich angetan. Dabei habe ich sie nicht bewusst gepflanzt. Irgendwie ist die Pflanze in meinen Garten gekommen und hat sich inzwischen prächtig entwickelt. Vermutlich hat diese Fetthennen-Sorte (Sedum telephium ssp. ruprechtii) sich selbst gesät, denn sie hat inzwischen bereits an zwei anderen Stellen neu gekeimt. Ob der Samen mit der Topferde einer anderen Staude in den Garten gelangt ist oder über Vögel oder Ameisen lässt sich nur vermuten. Auf jeden Fall erfreut sie jetzt im Spätsommer Mensch und Biene.

Grüne Schoten

Auf Mallorca haben wir sie zum ersten Mal gegessen: kleinen grüne Paprikaschoten, in Olivenöl gebraten und mit grobem Meersalz bestreut. Jetzt wachsen vier Pflanzen 'Pimientos de Patròn' in meinem Gewächshaus und tragen gut. Denn sie verzweigen sich nach oben immer mehr und setzen so reichlich Blüten an, die auch willig Früchte bilden. Das Spannende an den Pimientos ist die Tatsache, dass sie unreif milde wie normale grüne Gemüsepaprika sind und mit zunehmender Reife scharf wie Chili werden. Äußerlich ist das den Früchten aber nicht unbedingt anzusehen. Auf jeden Fall sind sie oberlecker. In diesem Jahr werde ich mal eine oder zwei Schoten ganz lange hängen lassen und für eigenes Saatgut ernten.  Saatgut gibt es z.B. von der Englischen Firma Thompson & Morgan.