Im Garten zuhause


Aktueller Hinweis: In Zeiten der Corona-Pandemie möchte ich bewusst diese Seiten coronavirus-frei halten (außer diesem Hinweis). Ich möchte vielmehr weiter zuversichlich und hoffentlich inspirierend über Pflanzen und Natur in meinem Garten berichten und hoffe, dass ihr genau wie ich daraus Kraft schöpfen könnt und Ablenkung findet.


Hochbeet 2.0: Die Küchengarten-Box

Die Küchengarten-Box besteht aus drei Elementen: einem Hochbeet-Bereich (2 x 1,2 m), einem halbrunden Kräuter-Rondell und flachen Pflanzkasten mit Rankstangen. Sie ist damit ein kompletter kleiner Mini-Küchengarten und leicht mit Material aus dem Baumarkt zu bauen. Mehr...


Gartenhelfer aus dem Gelben Sack

Nützliche Helfer fürs Gemüse-Gärtnern findet ihr in jedem Gelben Sack bzw. in der Wertstofftonne. Generell ist Müllvermeiden besser, als ihn zu verwenden oder upzucyceln. Trotzdem lassen sich einige Dinge für praktische Garten-Lifehacks prima weiter nutzen, zum Beispiel bei der Pflanzenanzucht im Frühjahr. Mehr...


 

"Wenn Du einen Garten und eine Bibliothek hast,
wird es Dir an nichts fehlen!"         (Cicero)

Aktuelle Anbautipps
für Gemüse und Kräuter auf dem Hochbeet:

praxistipps
für november


Ein Praxisbuch zum Thema Hochbeet mit
Bau- und Pflanzplänen 
sowie einem Kalenderteil,
der Monat für Monat praktische Anbautipps, 
 Sorten-Empfehlungen und leckere Rezepte für Hochbeetfans liefert.

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Viel Spaß auf meiner Website!

 

Susanne
Nüsslein-Müller

 




Gartenblog

Lichterketten-Alarm

Die Nachbarn haben schon aufgerüstet, es wird Zeit! Unser Garten ist noch nicht vorweihnachtlich illuminiertund der erste Advent fällt ja noch in den November dieses Jahr. Ich hole die Lichterketten und -netze aus ihrem Sommerquartier. Sie müssen nun nur noch in Eiben und Kirschlorbeer getüdelt  und angeschlossen werden, um den winterlichen Garten ins richtige Licht zu setzen. Am Tage geben jetzt Gräserhorste und Immergrüne Sträucher dem Garten Gestalt. Wenn es dunkel wird, sorgt Led- und Glübirnchentechnik für leuchtende Akzente. Vorher gilt es aber die endlosen Ketten und Lichternetze zu entwirren und in die richtige Lage zu bringen. Aber nicht ohne vorher zu prüfen, ob sie überhaupt noch funktionieren. Sonst war die ganze Mühe umsonst.

 

 

Herbstputz mit Augenmaß

Im Herbst muss ich meinen Mann immer bremsen, nicht zu viel Ordnung im Garten zu schaffen. Die meisten Stauden können noch stehen bleiben, nur wenige kann man jetzt schon zurückschneiden. So die Pfingstrosen, deren Triebe jetzt fast schwarz sind und keine Samen für Vögel und anderes Gartengetier bieten. Viele Gräser entwickeln sogar jetzt erst ihre volle Schönheit und strahlen mit ihren gelben Halmen und silbrigen Blütenständen in der tiefstehenden Herbstsonne besonders hervor. Das herabfallende Laub bleibt auch größtenteils in den Beeten liegen. Auf dem Rasen und den Wegen kehren wir es zusammen und streuen es dann unter die Hecken. Was jetzt noch auf dem Hochbeet wächst, bleibt drauf. Außer es ist frostempfindlich, dann werden die Reste nach dem ersten Frost kompostiert.

 

 

Blätterregen

Da ist es wieder, das etwas heisere Trompeten der Kraniche und beim Blick in den wolkenlosen blauen Himmel sehe ich ein Schar in v-förmiger Formation dahin ziehen. Die Laubfärbung im Garten ist voll in Gange. Kein Zweifel, es ist Herbst!  In unserem Garten segelt das rotbraune Laub der fünf alten Blutpflaumen leise zu Boden. Die haben wir mit dem Haus zusammen übernommen und halten sie durch regelmäigen Schnitt in Form. Jeden wärmenden Sonnenstrahl bei Temperaturen über 10 Grad Celsius sollte man jetzt nutzen, um in der Mittagszeit noch ein bisschen in der Sonne zu sitzen oder noch diese und jene Gartenarbeit zu verrichten: Noch mal Unkraut jäten zwischen den Stauden oder  die letzten  Blumenzwiebeln pflanzen. Also raus in den Garten, bevor es wirklich dunkel und kalt wird.

Herbstliche Genüsse

Die letzte Zucchini ist verzehrt, die Tomatenernte beendet, alle Äpfel sind gepflückt: Der Herbst ist nun auch in meinem Küchengarten angekommen. Noch gibt es leckeren Salat, Rucola, Staudensellerie und viele Kräuter. Der Grünkohl ist diesmal auch gut gelungen und wird bald beerntet werden können. Dazu freue ich mich auch noch über den einzigen Mini-Blumenkohlkopf, der die Attacken von Kohlweißling und Co. auf die Pflanzen überlebt hat.

Dank der milden Temperaturen ist das Wachstum der Herbstgemüse in vollem Gang. Und von der üppig über den Hochbeetrand wuchernde Kapuzinerkresse ernte ich jeden Tag ein paar Blüten. Die samtige Oberfläche und der leicht scharfe Geschmack sind eine leckere Ergänzung in jedem Salat und dazu eine farbenfrohe Dekofreude auf dem Teller. Bis zum ersten Frost wird sie weiterblühen.

 

Sommerblüten im Herbst

Cosmeen sind meine Lieblings-Sommerblumen und sie sind schon lange nicht mehr nur mit rosa oder weißen Blüten zu bekommen. Die Sorte ‘Apricot Lemon’ vom der britischen Pflanzenzüchter T&M hat einen tollen hellgelben Farbton mit apricotfarbenem Herz beim Aufblühen. Ich habe sie im Mai gesät und seit Mitte Juli blühen immer wieder neue Knospen auf. Damit dies auch reichlich geschieht, schneite ich die Abgeblühten regelmäßig aus und so wird es wohl noch bis zum Frost weitergehen. Blütenbesucher wie Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen werden zwar inzwischen seltener, aber der Anblick erinnert mich an warme Sonnentage. Vielleicht kommen ja noch ein paar...

 

Apfel-Mania

Oktober ist Apfelerntezeit: Ob bulliger, rotbackiger Boskoop, schlanker Glockenapfel oder rotgestreifter, feinsaurer Finkenwerder Herbstprinz. Wir helfen unseren Freunden in der Nachbarschaft gern bei der Apfelernte. Das ist eine willkommene Abwechslung zur Arbeit am Schreibtisch und macht an einem sonnigen Herbsttag noch mal mehr Freude. Und die Belohnung fürs Bücken ist ein extradickes Stück saftig-aromatischer Apfelkuchen, mmmhh! Zum Glück sind die genannten Sorten Lageräpfel, die fein säuberlich in flachen Obstkisten im unserem Gartenhäuschen auch noch auf die weitere Verarbeitung warten können. Morgen gibt es zum Mittag auf jeden Fall Kartoffelpuffer mit Apfelmus von astreinen Bio-Äpfeln aus Nachbars Garten.

 

Die Urgurke

Die Bezeichnung "Urgurke" war es, die mich hat zugreifen lassen im Frühjahr im Gartencenter. Ich bin immer neugierig auf neue Gemüsesorten. Im Gegensatz zu den Gurken, die im Gewächshaus wuchsen, kam die Urgurke  ‘Jurassic’ auf das Hochbeet und erst einmal nicht so recht in Gange. Vielleicht habe ich ihr auch nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet in diesem trockenen Sommer. Aber als die Gewächshausgurken schon langsam schlapp machten, legte die Urgurke nach einem kräftigen Regen richtig los. Und der Geschmack ist wirklich so, wie man sich Gurkengeschmack wünscht. Die weißen Pickelchen auf der dunkelgrünen Schale kann man leicht vor dem Verzehr abrubbeln, bloß nicht schälen! Nächstes Jahr werde ich die leckere Gurke selber aus Samen anziehen.

 

Blütentraum aus der Prärie

Seit Wochen erfreut mich die weißblühende Prachtkerze am Teichrand. Sie macht ihrem Sortennamen 'Whirling Butterflies’ alle Ehre. Mit den zarten, schmetterlingshaften Blüten, die immer und immer wieder nachgebildet werden, wiegen sich ihre drahtigen Triebe im Wind. Es lohnt sich nach den höheren Sorten der Gaura lindheimeri, wie sie auf botanisch heißt, Ausschau zu halten. Meist findet man eher kompakte und rotblühende Sorten im Topf angeboten. Die sind auch sehr blühfreudig, aber nicht so schön duftig wie die hohen Sorten. Mit etwas Glück kommt die Pflanze auch über den Winter, denn eigentlich ist es eine Staude. Nur zu frostig mag sie es nicht. Meine hat den letzten Winter jedenfalls überstanden und ich hoffe, den kommenden auch...

Dekorative Wespen-Abwehr

Es stört mich nicht, wenn Wespen in meinem Garten sind, morgens schon auf der Terrasse mein Konfitürenbrot ablecken und aus dem leeren, aber eben durch die Reste darin, noch sehr rutschigen Schmoothieglas nicht wieder rauskommen und ich sie retten muss. Aber das sie sich in diesem Jahr seit drei Wochen täglich einen neuen meiner

am Anfag noch nicht ganz reifen James Grieve-Apfel schnappen, mühsam ein Loch in die Schale fressen, damit diese dann Faulstellen bekommen und für die Wespen noch leckerer werden, das stört mich schon. So viele Äpfel trägt der kleine Baum nicht, über dessen frühreifende Früchte ich mich im Spätsommer besonders freue. Also habe ich um die schönsten Exemplare einfach Organza-Beutelchen gestülpt. Da kommen die Wespen nicht dran!