Im Garten zuhause


Aktueller Hinweis: In Zeiten der Corona-Pandemie möchte ich bewusst diese Seiten coronavirus-frei halten (außer diesem Hinweis). Ich möchte vielmehr weiter zuversichlich und hoffentlich inspirierend über Pflanzen und Natur in meinem Garten berichten und hoffe, dass ihr genau wie ich daraus Kraft schöpfen könnt und Ablenkung findet.


Hochbeet 2.0: Die Küchengarten-Box

Die Küchengarten-Box besteht aus drei Elementen: einem Hochbeet-Bereich (2 x 1,2 m), einem halbrunden Kräuter-Rondell und flachen Pflanzkasten mit Rankstangen. Sie ist damit ein kompletter kleiner Mini-Küchengarten und leicht mit Material aus dem Baumarkt zu bauen. Mehr...


Gartenhelfer aus dem Gelben Sack

Nützliche Helfer fürs Gemüse-Gärtnern findet ihr in jedem Gelben Sack bzw. in der Wertstofftonne. Generell ist Müllvermeiden besser, als ihn zu verwenden oder upzucyceln. Trotzdem lassen sich einige Dinge für praktische Garten-Lifehacks prima weiter nutzen, zum Beispiel bei der Pflanzenanzucht im Frühjahr. Mehr...


 

"Wenn Du einen Garten und eine Bibliothek hast,
wird es Dir an nichts fehlen!"         (Cicero)

Aktuelle Anbautipps
für Gemüse und Kräuter auf dem Hochbeet:

praxistipps
für August


Ein Praxisbuch zum Thema Hochbeet mit
Bau- und Pflanzplänen 
sowie einem Kalenderteil,
der Monat für Monat praktische Anbautipps, 
 Sorten-Empfehlungen und leckere Rezepte für Hochbeetfans liefert.

BLV Verlag; 96 Seiten; €
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Viel Spaß auf meiner Website!

 

Susanne
Nüsslein-Müller

 




Gartenblog

Zaubergarten

Vor der anstehenden Wochenendhitze habe ich  letzten Donnerstag den Garten von Fenna Graf besucht. Schon lange stand dieser ganz besondere Garten rund um ein altes Bauernanwesen in der Nähe des Plöner Sees auf meiner To-see-Liste. Jeden Donnerstag Nachmittag kann er im Sommer besucht werden ab 14 Uhr. Und der Garten war gut besucht, aber es verlief sich in den vielen "Gartenzimmern" mit immer wieder neuen Ausblicken und Sitzplätzen. Einige der liebevoll  arangierten und im Garten toll in Szene gesetzten Stauden kann man gleich vor Ort kaufen. Das ist eine gute Idee und natürlich habe ich auch ein Mitbringsel erstanden: Die Mini-Fetthenne  ‘Little Missy’ mit weißrandigen Blättern und rötlich angehauchten Miniblüten als sommerliche Tischdeko.

 

 

 

 

 

eingebürgert

Da wächst etwas in unserem Garten und wir erkennen es nicht gleich? Eine ungewohnte Situation für zwei eingefleischte Botaniker wie mich und meinen Mann. Die Pflanzenfamilie war klar: Aufgrund des feingefiederten Laubes konnte es sich nur um ein Doldenblütler handeln. Aber es blühte noch nicht und so hieß es warten. Jetzt haben sich die Knospenansätze zu zarten rosa-weißlichen Doldenblüten entwickelt und  nach kurzer Buch-Recherche (ja, so etwas gibt es noch!) war klar: Es ist der Kletten-Kerbel (Torilis japonica), der sich im Halbschatten der alten Blutpflaume hinterm Teich wohlfühlt. Er ist wohl schon länger hier ansässig, da er in diesem Jahr schon einen ganzen Bestand gebildet hat. Die zarten Blütenwolken werden gern von zierlichen Wildbienen und Schwebfliegen besucht. Er darf bleiben.

 

 

Sommerkräuter

Frisches Grün aus dem sommerlichen Garten: Die Schloten der Winterhecke-Zwiebel, Wilde Rauke und Basilikum-Blätter sind ein superleckeres Trio. Ich kröne damit zum Beispiel Nudelgerichte (Foto), werte eine knusprige Pizza nach dem Backen noch damit auf oder toppe Salate damit. Mit einem Schuß guten Olivenöl darüber wird das Ganze perfekt. Das Basilikum wächst bei mir in einem kleinen Hochbeet mit Frühbeetumrandung, aber ohne Dach.  Da bekommt es die meiste Wärme und steht vor allem nachts geschützter als auf dem normalen Kräuter-Beet. Denn Basilikum mag Wärme. Ursprünglich ist die Pflanze ja auch in Indien beheimatet und gehört nicht etwa wie Rosmarin und Thymian zu den Kräutern aus dem mediterranen Raum. Schon beim Pflücken verströmt die Pflanze ihr unverwechselbares Aroma.

 

 

     

 

 

Josta-Beeren

Nach den den Roten Johannisbeeren sind jetzt auch die Jostabeeren reif. Die robuste Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere möchte ich nicht mehr missen in meinem Küchengarten. Sie ist robust und viel weniger krankheitsanfällig für Gallmilbenbefall oder Mehltau als Stachelbeeren. So gibt es bei mir den Stachelbeerbaiserkuchen als Jostabeerenkuchen. Auch  für Rote Grütze oder Smoothies nutze ich die aromatisch säuerlichen Früchte und was jetzt nicht frisch verzehrt wird, wird zu Konfitüre verarbeitet oder eingefroren.  Der Strauch lässt sich leicht über Stecklinge vermehren und wächst zügig heran. Meine Pflanze habe ich zu einem Hochstämmchen gezogen. Da muss man sich noch nicht einmal nach den leckeren Früchten bücken.

 

       

 

 

 

Regen satt

Nun ist endlich soweit, für Garten und Feld lang ersehnt, regnet es endlich auch hier in ausreichender Menge und nicht nur mickrige zwei Liter auf den Quadratmeter wie die letzten Wochen. Irgendwie beginnt der Tag entspannter, ich darf nur das Gewächshaus nicht vergessen am Vormittag zu gießen. Aber die Sorge, dass Pflanzen vertrocknen und die Blätter verbrennen durch die hohe Sonneneinstrahlung ist erst einmal vorbei. Der Teich ist wieder gut gefüllt und man hört die Pflanzen quasi aufatmen. Da sind die Begleiterscheinungen, dass einige Pflanzen nicht so standfest sind und durch Wind und Regen niedergedrückt wurden und ich sie nun aufrichten und stützen muss, eher Nebensache. Und am Montag soll es auch schon wieder einige Sonnenstunden geben...

 

 

     

 

Liebling Löwenmaul

Ich war noch ein Kleinkind als meine Oma Else mir in ihrem Garten das erste Mal Löwenmäulchenblüten gezeigt hat und dabei spielerisch eine der  Blüten seitlich etwas zusammendrückte. Es öffneten sich Ober- und Unterlippe  wie bei einem brüllenden Löwen. Das ist mir in Erinnerung geblieben und so denke ich jedes Jahr im Sommer daran, wenn ich Löwenmäulchen (Anthirrhinum majus) sehe. In einem Kübel mit Lilien hat sich schon im letzten Jahr Eines selbst gesät, dessen fröhliches Farbenspiel ich besonders liebe. Dank des milden Winters ist es nicht erfroren und blüht erneut. Die Blütenknospen öffnen sich rosafarben und färben sich später gelb-orange. Die Hummeln rumoren gern in den Blüten und laben sich am Nektar.

 

 

Ernte gut, alles gut?

Die Sonne scheint, auf meinem Hochbeet ranken Erbsen in die Höhe, der Salat ist erntereif, von allein ausgesäte Rauke hat sich auf einem Beet fast über die Hälfte der Fläche ausgedehnt, ein halbes Dutzend knackige Kohlrabi  und Knollenfenchel sind rund und dick. Auf einmal ist die Auswahl groß, es steigt der Druck, diese sinnvoll zu verarbeiten. Nun gilt es Ruhe zu bewahren. Freut Euch über jedes frisch aus dem Garten auf den Tisch kommende Lebens- bzw. eigentlich Genussmittel. Und was wirklich zuviel ist, geht an liebe Nachbarn oder Freunde. Vielleicht sogar im Austausch gegen anderes Erntegut aus deren Küchengarten. Und wenn gar nichts mehr geht: Über in die Höhe geschossenen Salat oder die Samenstände vom Rucola freuen sich bei mir dann noch die Hühner in der Nachbarschaft.

 

Wilder Storchschnabel

Es ist Storchschnabelzeit in meinem Garten: Am Teichrand blüht jetzt auch der Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) mit seinen blauen Blüten. Wie viele Pflanzen in meinem Garten stammt er nicht aus der Gärtnerei, sondern in diesem Fall von einer Kuhwiese aus der Eifel. Jahr für Jahr freue ich mich, wenn die Wildstaude blüht und mich an die schöne Natur der Eifel erinnert. Es gibt eine ganze Reihe heimischer Wildstauden, die es an Attraktivität mit so manchen gezüchteten Gartenstauden aufnehmen können. Auch der Schlangenknöterich (Polygonum bistorta) am Teichrand glänzt zur Zeit mit seinen weißlichen Blütenähren. Ebenso wie der Wald-Storchschnabel ein Mitbringsel aus der Eifel....

 

 

 

 

Rosen-Wettlauf

Diesmal hat die weißblühende Bodendeckerrose 'Diamant' in unserem Senkgarten die Blütezeit der Rosen in unserem Garten eingeläutet. Sie hat erste Blüten schon Ende Mai geöffnet. Eigentlich ist erst die Wildrosenhecke an der nördlichen Gartengrenze dran. Doch die hat in diesem Frühjahr einen radikalen Rückschnitt erhalten, so dass es mit dem Blühen noch dauert. Die Diamant-Rosen habe ich hingegen in diesem Frühjahr eher vernachlässig und nicht geschnitten. Deshalb sind sie nun wohl einen Schirtt voraus. Bald wird auch der Lavendel 'Munstead' daneben seine blauvioletten Blütenähren öffnen. Rose und Lavendel - mittlerweile nicht mehr als ideale Kombi empfohlen - hier funktioniert diese Partnerschaft  gut.