Willkommen


Hochbeet 2.0: Die Küchengarten-Box

Die Küchengarten-Box besteht aus Hochbeet-Element, Kräuter-Rondell und halbhohem Pflanzkasten mit Rankstangen. Sie  ein kompletter kleiner Mini-Küchengarten und leicht mit Material
aus dem Baumarkt zu bauen. Mehr...


Jetzt am Kiosk:

Das neue Sonderheft der Zeitschrift kraut & rüben zum Thema Hochbeete durfte ich texten. Jetzt ist es auf dem Markt und ich hoffe, es findet viele neue Leser.

Aktuelle Anbautipps
für Gemüse und Kräuter auf dem Hochbeet:

praxistipps im juli

Ein Praxisbuch zum Thema Hochbeet mit Bau- und Pflanzplänen 
sowie einem Praxisteil, der Monat für Monat Anbautipps, 
 Sorten-Empfehlungen und Rezeptideen für Hochbeetfans liefert.

BLV Verlag; 96 Seiten; €
  12,99 (D), € 13,40 (A) 

Über 53.000 verkaufte Exemplare!


"Wenn Du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es Dir an nichts fehlen!"         (Cicero)


Viel Spaß mit meiner Website!

 

Susanne
Nüsslein-Müller

 



Gartenblog

Gerettet!

Endlich! Schon in der letzten Nacht habe ich im Halbschlaf den Regen auf die Dachflächenfenster tropfen hören und auch am Tage regnet es mal schwächer und mal stärker vor sich hin, so dass unser Regenmesser am Abend schließlich bis fast an den Rand gefüllt ist. Kein Starkregen, kein Sturm oder starkes Gewitter, einfach nur ein schöner Landregen, der den Garten und uns aufatmen lässt. Schwimmteich, Regentonne und Wassertank im Erdreich sind nun wieder aufgefüllt. Endlich kann man wieder pflanzen und umpflanzen, der Boden ist durchdringend feucht, die Luft angenehm klar. Und der Sommer soll nun weiter gehen, was haben wir für ein Glück! Für die Landwirte wird der Regen für das Getreide aber wohl leider zu spät gekommen sein.

Mitbringsel

Natürlich hätte ich auf meiner Reise gern ausgiebig in den an die Englischen Gärten angeschlossenen Gärtnereien eingekauft. Am interessantesten war das Angebot für mich in Great Dixter. aber im Flugzeug geschweige denn im Koffer konnte ich  angetreten wurde, war die Mitnahme von Pflanzen nicht möglich. Dafür habe ich in einem Gartencenter in der Nähe unseres Hotels ein paar Kleinigkeiten erstanden, die problemlos zu transportieren waren. Neben Saatgut und einem Metallanhänger mit Libelle besitze ich jetzt eine zweizinkige Jätegabel von der bekannten Firma Burgon & Ball, die mir noch im Sortiment meiner Handgeräte fehlte. Sie war dort auch etwa 30 % preiswerter als hier, also auch noch  ein Schnäppchen! Wenn ich jetzt am Hochbeet und zwischen Stauden jäte, werde ich mich an die Gartenreise erinnern.

Angekommen!

Nach 30 Jahren als Gartenjournalistin habe ich es endlich in die berühmten Gärten Südenglands geschafft: Hampton Court Palace, Sissinghurst, Wisley Garden und Great Dexter waren für mich die wichtigsten Stationen auf meiner einwöchigen Gartenreise nach Kent und Sussex. Die beeindruckenden Bilder bekannter Pflanzenfotografen aus diesen Gärten mit den typischen Mixed-Border-Beeten und kunstvoll gestalteten Kiesgärten, überbordende Hanging Baskets und vieles mehr durfte ich schon oft für Gartenmagazine betexten - und nun endlich live erleben! Bei schönstem Sommerwetter bin ich buchstäblich durch die Pflanzenpracht geschwebt. Am besten hat mir der Landsitz Great Dixter gefallen (Foto), wo noch der Geist von Christopher Lloyd, dem bekanntesten Gartenjournalisten Englands im Haus und Garten spürbar war.

Fundstück

Gemäß der Redensart „Man geht nie zweimal in denselben Garten“ habe ich heute beim Stöbern in den Beeten eine neue Pflanze entdeckt. Nicht gesät und nicht gepflanzt, aber herzlich willkommen sind mir die weißen Blüten einer Malva moschata 'Alba', der Weißen Mochusmalve. Die Wildform dieser Wildstaude blüht hellrosa. Die Malve ist in dem Gewusel der Mutterkrautpflanzen unbemerkt herangewachsen  und jetzt erst im Blühen sichtbar. So kommen immer mal wieder Samen aus Nachbargärten oder auch durch Topferde von gekauften Stauden in meinen Garten. In diesem Fall mal kein „Unkraut“, sondern eine Staude, die ich gern weiterwachsen lasse und auch versuchen werde, sie durch gezielte Aussaat weiter zu vermehren.

Trocken, trocken, trocken...

Gestern Abend hat es tatsächlich mal wieder geregnet, aber das war nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Gerade mal einen Liter auf den Quadratmeter hat der Regenschauer gebracht. Zum Glück ist die Hitze vorbei, man kann aufatmen und sich auch über die Mittagszeit mal im Garten aufhalten. Schon zum zweiten Mal haben wir Wasser in unseren Schwimmteich nachgefüllt, damit der eingebaute Pumpenschacht nicht trockenfällt. Nun merkt man, welche Pflanzen im Garten wirklich mit der Trockenheit zurecht kommen und welche nicht. Die tiefer wurzelnden Rosen sehen noch gut aus, die späten Rhododendrensorten haben kaum Kraft gehabt, die Blütenknospen zu öffnen. Andauernde Trockenheit seit Wochen, die nur einmal von einem ordentlichen Regenguss unterbrochen wurde.

Zarte Zucchini

So früh im Jahr habe ich noch nie eigene Zucchini ernten können. Die erste kleine Frucht bereichert heute eine Gemüsepfanne mit Schafskäse. Das sehr warme Wetter hat die Pflanze gut gedeihen lassen. Ich hatte sie dieses Jahr auch mehr durch Zufall schon im März mit den Tomaten zusammen ausgesät. Dazu schützte der inzwischen an anderer Stelle überflüssig gewordene Frühbeetkasten die schon Anfang Mai gepflanzte Zucchini- und Kürbisjungpflanze vor Regen und kaltem Wind und schuf ein günstiges Kleinklima - später auch ohne Abdeckung darüber. Klein und zart sind mir Zucchini am liebsten, je mehr man erntet, um so mehr Früchte reifen heran. Kopfschütteln kann ich nur immer wieder bei der Präsentation von Riesenzucchini, deren ledrige Schale und schwammiges Fruchtfleisch kein wirklicher Genuss sind....

Wilde Rosen

Die Rosenblüte in unserem Garten hat begonnen, schon am frühen Morgen weht mir beim Gießen der Hochbeete eine Wolke des unvergleichlichen Duftes unserer Wildrosenhecke entgegen. Die rosafarbenen Blüten der Rosa majalis oder Zimtrose und die weißen Blütenbüschel von Rosa multiflora, der Vielblütigen Wildblüte haben sich besonders ausgebreitet innerhalb der Hecke entlang der Nordgrenze hinter unserem Haus. Rosa glauca, die Hechtrose mit ihrem blaugrünen Laub geht etwas unter bei der Konkurrenz - und Rosa pimpinellifolia, die Bibernell-Rose  blüht erst etwas später. Egal welche Art, unsere Honig-Bienen und ihre wilden Geschwister lieben die offenen Schalenblüten als Nektar- und Pollenlieferanten. Und wir lieben das muntere Summen und Brummen in den unzähligen Blüten.

 

Türkischer Mohn

In jedem Mai freue ich mich darauf, wenn sich die erste Blüte vom roten Türken-Mohn in meinem Garten öffnet. Wie viele malende Künstler hat das weithin feuerrot leuchtende Mohngewächs und sein Verwandter der Klatschmohn schon zu wunderschönen Bildern inspiriert. Ob Claude Monet oder Emil Nolde, beim Anblick der Blüten kommt automatisch das Bedürfnis, deren Schönheit und Farbkraft irgendwie festzuhalten. Auch ich zücke heute wieder die Kamera für eine stimmungsvolle Gegenlichtaufnahme der samtenen Blüten. Zusammen mit der blauen Wiesen-Iris und den zitronengelben Blüten einer Taglilie entsteht am Teichrand ein Dreiklang der drei Grundfarben, der so in meinem Garten zu keiner anderen Jahreszeit wieder zu sehen ist. Für die nächsten zwei Wochen muss ich mich also daran satt sehen.

 

 

Blüten-Leckereien

Wenn der Bärlauch blüht, geht die Erntesaison langsam zu Ende. Dafür kann ich nun nicht nur die aromatischen Blätter ernten, sondern auch die Blütendolden mit den weißen Sternchenblüten als Blickfang für Salate oder zur Dekoration von anderen Gerichten. Apropos essbare Blüten: In diesem Jahr hat meine frühblühende gelbe Taglilie 'Corky' so viele Knospen, dass ich auch diese für Salate verwenden werden. Das sieht nicht nur schön aus, sie schmecken auch lecker. Die länglichen Taglilienknospen soll man auch braten können, sie schmecken ähnlich wie Spargel. Wird auch noch ausprobiert. Eine schöne Ergänzung für die ersten Salate vom Hochbeet mit Spinatblättern, Rauke und Pflücksalat sind außerdem weiße Gänseblümchenblüten. Deren Knospen kann man auch in Essig einlegen und als Kapernersatz nutzen.