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Hochbeet 2.0: Die Küchengarten-Box

Die Küchengarten-Box besteht aus drei Elementen: einem Hochbeet-Bereich (2 x 1,2 m), einem halbrunden Kräuter-Rondell und flachen Pflanzkasten mit Rankstangen. Sie ist damit ein kompletter kleiner Mini-Küchengarten und leicht mit Material aus dem Baumarkt zu bauen. Mehr...


Küchengarten-Box aus Lego

Ich habe meinem Spieltrieb freien Lauf gelassen und im letzten Winter eine Küchengarten-Box aus Lego gebaut. Ich finde, sie ist gut gelungen, was meint ihr? Mehr...

Aktuelle Anbautipps
für Gemüse und Kräuter auf dem Hochbeet:

praxistipps im november


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Praxisbuch zum Thema Hochbeet mit
Bau- und Pflanzplänen 
sowie einem Praxisteil,
der Monat für Monat praktische Anbautipps, 
 Sorten-Empfehlungen und leckere Rezepte für Hochbeetfans liefert.

BLV Verlag; 96 Seiten; €
  12,99 (D); € 13,40 (A) 

Über 58.000 verkaufte Exemplare!

"Wenn Du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es Dir an nichts fehlen!"         (Cicero)

Viel Spaß mit meiner Website!

 

Susanne
Nüsslein-Müller

 



Gartenblog

Nachhaltige Ernte

Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen hoch im Kurs zur Zeit und hoffentlich auch in Zukunft. Als Hochbeetgärtner kann man hier nur Pluspunkte sammeln. Denn das eigene Gemüse vom Hochbeet verbraucht so gut wie keine Energie für die Herstellung, vor allem wenn man das Saatgut dafür  selber ernet, mit selbst gesammeltem Regenwasser gießt und die Pflanzen mit Brennessel- oder Beinwelljauche düngt.

Natürlich wird auch keine Energie verbraucht, um das Erntegut von A nach B zu befördern, schlimmstenfalls einmal durch die Republik. Nur ein paar Schritte sind es, um frisch Geerntetes vom Beet in die Küche zu tragen. Das sollte man sich immer mal wieder klar machen. Selbstgezogenes schmeckt dann noch einmal so gut.

 

Dahlien mögen keinen Frost

Das war‘s. Eben noch blühend und in voller Kraft, hängen die Triebe meiner Dahlien nach den ersten Frostnächten schlapp herunter. Jetzt wird es höchste Zeit, die Pflanzen mit den länglichen Knollen aus der Erde zu holen. Die fleischigen Knollen haben mittlerweile fast den ganzen Kübel eingenommen und stecken voller Nähr- und Speicherstoffe für den neuen Austrieb im nächsten Frühjahr. Ich überwintere die Knollen im Keller in Folientüten verpackt, die ich aber nicht luftdicht verschließe. Zuerst bleiben sie aber in Aussaatschalen geschützt offen liegen (Foto), bis sie abgetrocknet sind. Die Triebe werden auf ein paar Zentimeter eingekürzt und trocknen später ganz ein. Und im nächsten Jahr beginnt das Spiel von vorn.

Herbstleuchten

Wieder einmal haben unsere Felsenbirnen meine Aufmerksamkeit. Ihr Laub färbt sich gerade kupferrot und leuchtet schon von Weitem hinter unserem Teich Teich. Eine schöne Laubfärbung von Sträuchern oder auch Stauden ist ein so wichtiger Hingucker im Hausgarten und bringt noch einmal Farbe ins Saisonfinale. So farbenprächtig wie ihr Laub im Frühjahr beim Austrieb gekommen ist, verabschiedet sich die Felsenbirne im Herbst wieder. Dazwischen kann man sich mit den frischen Blättern zusammen an den weißen Blüten erfreuen. Und die Vögel lieben die blauschwarz reifenden Beerenfrüchte, die auch für Menschen genießbar sind und ähnlich wie Rosinen schmecken. Meist sind die Vögel aber schneller. Es sei Ihnen gegönnt.

Meine Klima-Weinrebe

Langsam werden die Trauben an meinem Rebstock 'Fanny' reif und süß. Erkennbar auch an der jetzt eher gelblichen Farbe und der feinen, rostbraunen Sommersprossen-Sprenkelung. Die Frühherbstsonne tut ein Übriges und ich muss auf der Hut sein, dass nicht alle Trauben durch die Amseln in meinem Garten weggefuttert werden. Seit  meinem Besuch in Andernach 2013 zum Kongress "Essbare Stadt" wächst die Rebe in meinem Senkgarten und rankt an der Reling über der Holzterasse entlang. Die robuste Züchtung aus Ungarn kommt mit Winterkälte gut klar und ist unempfindlich gegen Mehltau und andere Pilzkrankheiten. Jeder Kongress-Teilnehmer bekam damals eine Rebe geschenkt, mit der Aufgabe, diese zu pflanzen als C02-Ausgleich für die An- und Abreise zum Kongress.

The Winner is...

Sie fruchtet immer noch: Die Bohne 'Hestia' ist mein Gemüse des Jahres 2019 auf dem Hochbeet. Im letzten Jahr habe ich die üppig weiß-rot blühende Prunkbohne auf meiner Reise durch die Gärten Südenglands als Ampelpflanze bewundert

und mir gleich vor Ort Saatgut gekauft. Das praktische an ihr ist, dass sie besonders üppig und lange blüht, aber kompakt wächst, ähnlich wie eine Buschbohne. Die Triebe werden etwas länger, die breiten, flachen  Bohnenhülsen sind sehr aromatisch. Ich habe vier Pflanzen jeweils in zwei Ecken meiner  Hochbeete gepflanzt, so dass die Triebe über den Rand hängen können. Zwischendurch hat 'Hestia' mal etwas geschwächelt und ihre kleinen Fruchtansätze fielen vorseitig ab. Wahrscheinlich habe ich sie bei der großen Hitze nicht ausreichend gegossen.

 

Blüten für Frühaufsteher

Die samtenen, rotvioletten Blüten der Prunkwinde (Ipomoea purpurea) kann man am besten als Frühaufsteher genießen. Denn am frühen Nachmittag schließen sie sich schon wieder und blühen auch jeweils nur einen Tag. Die einjährige Rankpflanze  begleitet mich fast schon mein ganzes Gärtnerleben. Das liegt auch daran, dass sie reichlich Saatgut produziert, das nicht zu fein ist und sich leicht aussäen lässt. Häufig keimen an geeignetem Standort auch die auf den Boden gefallenen Samen von allein ab Mitte Mai. Um schneller die Blütenpracht genießen zu können, säe ich sie aber schon Ende März zu je drei Samen in kleinen Anzuchttöpfen vor und verpflanze die Sämlinge dann z. B. Mitte Mai in die beiden Kübel mit Obelisken, die im Vorgarten die Weg zum Haus eskortieren.

Kernige Früchte

Mischkultur der besonderen Art: Aus unserem großen Kirschlorbeerstrauch am Teichrand wachsen seit einigen Jahren Brombeerranken mit leckeren Früchten heraus. Das Geäst des Kirschlorbeers schützt bei der Ernte vor allzu direktem Kontakt mit den stacheligen Trieben. Tag für Tag werden die schwarzen, aromatischen Früchte jetzt reif.  Jeden Morgen landet eine Handvoll davon zusammen mit den ersten Äpfeln aus dem Garten und Melone, Ingwer, Leinöl  und Orangensaft in unserem Frühstückssmoothie. Denn was Goji und Co. können, hat die heimische Brombeere schon lange drauf. Vitamine, Mineralien, Folsäure und eine Menge Anthocyane, also Pflanzenfarbstoffe, sorgen für unsere Gesundheit. Brombeerkonfitüre habe ich auch schon gekocht. Die ist aber nur etwas für kernige Typen.

Hochbeetsommer

Auf meinen Hochbeeten wuchert es wie meist im August: Es gibt leckere Zucchini und auch die für Ampeln empfohlene Stangenbohne 'Hestia' setzt üppig Bohnenhülsen an.  Die Wilde Rauke kann, nachdem mal wieder die Kohlerdflöhe über sie hinweg gezogen sind, jetzt einen Rückschnitt gebrauchen (Foto). Dann treibt sie noch einmal frisches, scharfes Grün nach. Den Anfang Juni gesetzten Kohlrabi kann man bei dem mal feuchten, mal sonnigen Wetter beim Wachsen zugucken. Und nach einem spätabendlichen Besuch mit Taschenlampe habe ich auch die paar Schnecken, die trotz Hitze herangeschwachsen sind und schon auf dem Weg zu meinen Salatsetzlingen waren, dauerhaft davon abhalten können. Trotzdem streue ich auch noch Ferramol-Schneckenkorn um die gefährdeten Kulturen.

Ambrosie entdeckt

Gerade habe ich sie entdeckt und wiedererkannt. Das doppelt gefiederte Laub der Pflanze, die da in meinem Staudenbeet wächst gehört zum Beifußblättrigen Taubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), meist Ambrosie genannt. Wenn sie im Spätsommer erst einmal zu blühen beginnt, produziert die Pflanze in einem Jahr bis zu einer Millionen Pollen und die sind für Allergiker sehr gefährlich. Ich habe deshalb die Pflanze rausgezogen und sie in der Komposttonne dem Gang der Dinge überlassen. Das solltet ihr auch tun, wenn sie im Garten auftaucht. Die Ambrosie gelangt immer wieder durch Vogelfutter in die Beete. Da wo die Pflanze bei mir wuchs, hingen gleich daneben im Winter immer Meisenknödel am Rankobelisken.