Im Garten zuhause


Aktueller Hinweis: In Zeiten der Corona-Pandemie möchte ich bewusst diese Seiten coronavirus-frei halten (außer diesem Hinweis). Ich möchte vielmehr weiter zuversichlich und hoffentlich inspirierend über Pflanzen und Natur in meinem Garten berichten und hoffe, dass ihr genau wie ich daraus Kraft schöpfen könnt und Ablenkung findet.


Hochbeet 2.0: Die Küchengarten-Box

Die Küchengarten-Box besteht aus drei Elementen: einem Hochbeet-Bereich (2 x 1,2 m), einem halbrunden Kräuter-Rondell und flachen Pflanzkasten mit Rankstangen. Sie ist damit ein kompletter kleiner Mini-Küchengarten und leicht mit Material aus dem Baumarkt zu bauen. Mehr...


Gartenhelfer aus dem Gelben Sack

Nützliche Helfer fürs Gemüse-Gärtnern findet ihr in jedem Gelben Sack bzw. in der Wertstofftonne. Generell ist Müllvermeiden besser, als ihn zu verwenden oder upzucyceln. Trotzdem lassen sich einige Dinge für praktische Garten-Lifehacks prima weiter nutzen, zum Beispiel bei der Pflanzenanzucht im Frühjahr. Mehr...


 

"Wenn Du einen Garten und eine Bibliothek hast,
wird es Dir an nichts fehlen!"         (Cicero)

Aktuelle Anbautipps
für Gemüse und Kräuter auf dem Hochbeet:

praxistipps
für januar


Ein Praxisbuch zum Thema Hochbeet mit
Bau- und Pflanzplänen 
sowie einem Kalenderteil,
der Monat für Monat praktische Anbautipps, 
 Sorten-Empfehlungen und leckere Rezepte für Hochbeetfans liefert.

BLV Verlag; 96 Seiten; €
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Viel Spaß auf meiner Website!

 

Susanne
Nüsslein-Müller

 




Gartenblog

Gärtner sind glücklicher

Mitte Januar und die Tage werden wieder langsam länger und die Hoffnung auf das nächste Frühjahr wächst. Um mich in Gartenlaune zu bringen, sehe ich mir Fotos aus dem letzten Gartenjahr auf dem Laptop an, sortiere und beschrifte sie. Und da ist sie – die Vorfreude auf die nächste Gartensaison. Die bunten blütenreichen Erinnerungen aus den eigenen Beeten wirken noch besser als jeder Gartenkatalog oder jedes noch so schön illustrierte Gartenbuch. Denn man hat die Gewissheit, dass diese Blütenpracht in diesem Jahr wieder auf einen wartet und vielleicht noch schöner wird als im letzten Jahr. Es ist auch Zeit, Sämereien zu bestellen. Zum Glück habe ich mir über das vergangene Jahr einige Gemüse- oder Blumensorten notiert, deren Vorrat zu Ende geht oder die ich neu ausprobieren möchte. Auf geht's! 

 

 

Die Harten bleiben im Garten

Jetzt soll es Winter werden, mit Schnee und Dauerfrost. Doch heute ist es relativ mild und ich gucke am Vormittag noch mal nach dem Rechten im Garten. Müssen noch Kübelpflanzen in das Gewächshaus? Oder gibt es noch etwas zu ernten, was dem nächsten stärkeren Frost sonst zum Opfer fällt? Von den Äpfeln, die im Gartenhaus  lagern, kommen jetzt dei besten in den Wintergarten, bevor sie unter dem Frost leiden. Dann hole ich noch einen Korb Brennholz rein, damit wir es uns am Kamin gemütlich machen können, wenn es draußen richtig kalt wird. Ich bin noch nicht ganz fertig, da fängt es an zu regnen. Wie gut geht es einem, wann man ein Dach über dem Kopf hat und einen Garten, aus dem man ernten kann! Trotz Fernweh und Sehnsucht nach Freunden weiß ich das in diesen Zeiten einmal mehr zu schätzen.

 

Gurke am Weihnachtsbaum

Nach dem bisher sehr milden Dezember ist doch tatsächlich Schnee für den ersten Weihnachtstag angekündigt und leichter Nachtfrost. Ich bin froh, dass es noch nicht dauerhaft so kalt war, denn dadurch gibt es immer noch Staudensellerie vom Hochbeet und frischen Asiasalat, die Petersilie wächst weiter und auch viele Kräuter wie Süßdolde, Salbei oder Rosmarin kann ich noch frisch ernten und damit leckere  Weihnachtsgerichte aromatisieren.
An unserem Weihnachtsbaum hängt seit zwei Jahren immer auch eine Gurke aus der Glasbläserstadt Lauscha. Das soll Glück bringen für das nächste Jahr und das können wir ja gebrauchen. Für mich ist es auch eine Erinnerung an das viele leckere Gemüse vom Hochbeet in diesem Frühjahr, Sommer und Herbst. Frohe Festtage!

 

Schlange fliegen am Futterhaus

Das Futterhäuschen für unsere Gartenvögel und das eine oder andere vorwitzige Eichhörnchen steht wieder auf der Terrasse und wird rege besucht. Und wehe, es liegen mal keine Sonnenblumenkerne darin oder die Schale darunter ist leer und Haferflocken oder Apfelstücke fehlen. Dann kommen Amsel oder Rotkehlchen gern mal näher ans Fenster und gucken, ob wir nicht doch von den Stühlen hoch zu kriegen sind und Futter nachliefern. Das klappt auch meistens, denn man will ja nicht beim Essen andere hungern sehen. Ein Bericht über ein neues Start-Up hier im Norden hat mich gefreut: unter www.wildvogel-futter.de kann man im Norden regional produzierte Saaten für Wildvögel kaufen, die wirklich auf die Bedürfnisse der einzelnen Vogelarten abgestimmt sind. Eine gute Idee, finde ich.

 

 

Winterblüten

Ich liebe Winterblüher, sie verkürzen in trüben Zeiten die Vorfreude auf die kommende Blühsaison. Schon seit einigen Tagen steht jetzt mein Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) in voller Blüte . Der Kletter-Strauch mit den langen, drahtigen Trieben lässt sich gut entweder an einem Spalier an einer geschützten Hauswand hoch leiten oder die Triebe können wie bei mir über eine Brüstung nach unten fallen. Die leuchtendgelben Blütensterne sind eine Augenweide. Winterjasmin lässt sich übrigens leicht über Absenker vermehren. Dafür leite ich im Frühsommer Trieb-Enden auf den Boden leiten und mit einem Stein oder einer Metallkrampe fixieren. Wo der Trieb dem Boden aufliegt, bildet er schon bald erste Wurzeln aus. Und mit dem Ableger kann man eine andere Gartenecke im Spätherbst zum Leuchten bringen...

 

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Lichterketten-Alarm

Die Nachbarn haben schon aufgerüstet, es wird Zeit! Unser Garten ist noch nicht vorweihnachtlich illuminiertund der erste Advent fällt ja noch in den November dieses Jahr. Ich hole die Lichterketten und -netze aus ihrem Sommerquartier. Sie müssen nun nur noch in Eiben und Kirschlorbeer getüdelt  und angeschlossen werden, um den winterlichen Garten ins richtige Licht zu setzen. Am Tage geben jetzt Gräserhorste und Immergrüne Sträucher dem Garten Gestalt. Wenn es dunkel wird, sorgt Led- und Glübirnchentechnik für leuchtende Akzente. Vorher gilt es aber die endlosen Ketten und Lichternetze zu entwirren und in die richtige Lage zu bringen. Aber nicht ohne vorher zu prüfen, ob sie überhaupt noch funktionieren. Sonst war die ganze Mühe umsonst.

 

 

Herbstputz mit Augenmaß

Im Herbst muss ich meinen Mann immer bremsen, nicht zu viel Ordnung im Garten zu schaffen. Die meisten Stauden können noch stehen bleiben, nur wenige kann man jetzt schon zurückschneiden. So die Pfingstrosen, deren Triebe jetzt fast schwarz sind und keine Samen für Vögel und anderes Gartengetier bieten. Viele Gräser entwickeln sogar jetzt erst ihre volle Schönheit und strahlen mit ihren gelben Halmen und silbrigen Blütenständen in der tiefstehenden Herbstsonne besonders hervor. Das herabfallende Laub bleibt auch größtenteils in den Beeten liegen. Auf dem Rasen und den Wegen kehren wir es zusammen und streuen es dann unter die Hecken. Was jetzt noch auf dem Hochbeet wächst, bleibt drauf. Außer es ist frostempfindlich, dann werden die Reste nach dem ersten Frost kompostiert.

 

 

Blätterregen

Da ist es wieder, das etwas heisere Trompeten der Kraniche und beim Blick in den wolkenlosen blauen Himmel sehe ich ein Schar in v-förmiger Formation dahin ziehen. Die Laubfärbung im Garten ist voll in Gange. Kein Zweifel, es ist Herbst!  In unserem Garten segelt das rotbraune Laub der fünf alten Blutpflaumen leise zu Boden. Die haben wir mit dem Haus zusammen übernommen und halten sie durch regelmäigen Schnitt in Form. Jeden wärmenden Sonnenstrahl bei Temperaturen über 10 Grad Celsius sollte man jetzt nutzen, um in der Mittagszeit noch ein bisschen in der Sonne zu sitzen oder noch diese und jene Gartenarbeit zu verrichten: Noch mal Unkraut jäten zwischen den Stauden oder  die letzten  Blumenzwiebeln pflanzen. Also raus in den Garten, bevor es wirklich dunkel und kalt wird.

Herbstliche Genüsse

Die letzte Zucchini ist verzehrt, die Tomatenernte beendet, alle Äpfel sind gepflückt: Der Herbst ist nun auch in meinem Küchengarten angekommen. Noch gibt es leckeren Salat, Rucola, Staudensellerie und viele Kräuter. Der Grünkohl ist diesmal auch gut gelungen und wird bald beerntet werden können. Dazu freue ich mich auch noch über den einzigen Mini-Blumenkohlkopf, der die Attacken von Kohlweißling und Co. auf die Pflanzen überlebt hat.

Dank der milden Temperaturen ist das Wachstum der Herbstgemüse in vollem Gang. Und von der üppig über den Hochbeetrand wuchernde Kapuzinerkresse ernte ich jeden Tag ein paar Blüten. Die samtige Oberfläche und der leicht scharfe Geschmack sind eine leckere Ergänzung in jedem Salat und dazu eine farbenfrohe Dekofreude auf dem Teller. Bis zum ersten Frost wird sie weiterblühen.