Willkommen

Mein Garten

 Der etwa 100 qm große Schwimmteich mit Wasserlauf, Holzsteg, Sonnendeck und vielen Stauden und Sträuchern rings herum ist das Herzstück. Rund um das Jahr gibt es hier immer etwas zu beobachten und man kann wunderbar dabei entspannen.


Die Küchengarten-Box

Die Küchengarten-Box besteht aus Hochbeet-Element, Kräuter-Rondell und halbhohem Pflanzkasten mit Rankstangen. Sie  ein kompletter kleiner Mini-Küchengarten und leicht mit Material
aus dem Baumarkt zu bauen. Mehr...

Aktuelle Anbautipps
für Gemüse und Kräuter auf dem Hochbeet:

praxistipps im august



Ein Praxisbuch zum Thema Hochbeet mit Bau- und Pflanzplänen 
sowie einem Praxisteil, der Monat für Monat Anbautipps, 
 Sorten-Empfehlungen und Rezeptideen für Hochbeetfans liefert.

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Susanne
Nüsslein-Müller

 



Gartenblog

Insektenmagnet Buddleja

Kaum öffnen sich seine ersten Blüten, schon sind sie alle da: Admiral, Tagpfauenauge (Foto) und Co. umschwärmen die violetten Blütenrispen vom Sommerflieder (Buddleja). Oft sind es ein Dutzend und mehr. Aber auch Bienen, Hummeln und Schwebfliegen zählen zu den Besuchern der nektarreichen Blüten. Dabei war der erste Austrieb des Strauches im Frühjahr sogar vom Spätfrost überrascht worden und sah erst recht kümmerlich aus. Jetzt blüht er so üppig wie noch nie. Man sollte Sommerflieder unbedingt in Sitzplatznähe pflanzen, um das Treiben aus der Nähe beobachten zu können. Zugucken wie Andere arbeiten ist häufig sehr entspannend...
Mir gefallen die dunkler blühenden Sorten übrigens besser, weil ihre verwelkten, braunen Blüten im Strauch nicht so auffallen wie bei den weißen oder hellviolett bühenden Exemplaren.

Mitesser

Nach Schneckeninvasion und Blattlaushorden steht mit dem Beginn der Spätsommers eine weitere Herausforderung für den Gemüsegärtner ins Haus bzw. ins Hochbeet. Gefrässige Raupen von Kohlweißling, Eulenfaltern und Co. zernagen die Blätter junger Kohlpflanzen wie hier bei meinen Setzlingen der Rosenkohl-Variante 'Flowersprouts Autumn Star'. Kennzeichen sind zuerst eher kleine Löcher in den Blättern, die dazu passenden - noch sehr winzigen - Raupen finden sich auf der Blattunterseite. Da hilft nur wachsam sein, auf erste Anzeichen achten und die Miniraupen absammeln, bevor sie noch größer und gefrässiger werden. Ein Gemüseschutznetz über das Hochbeet gespannt kann eine weitere Eiablage der zweiten Generation Ende August verhindern.

Windenprunk

Jeden Morgen freue ich mich über die im Gegenlicht blauvioletten, samtenen Windenblüten, die  in den beiden  Terrakottakübel am Wegerondell  blühen. Ohne die leicht aus Samen zu ziehenden Ranker fehlt mir im Sommer etwas. Seit vielen Jahren ziehe ich sie jedes Frühjahr selber aus Samen an. Nachschub dafür kann ich im Herbst von den Pflanzen ernten. Prunkwinden sind Frühaufsteher. Sie öffnen ihre Blüten in den Morgenstunden für einen Tag und schließen sie bereit am Nachmittag wieder. Aber es gibt viele Wochen genügend Nachschub an Knospen.
Unterpflanzt ist das Ganze mit der filigranen Euphorbie ‘Diamond Frost‘, deren weiße Blütenwolken ein schöner Kontrast sind.

Friedliches Schwirren

Was schwirrt mir da um den Kopf? Mit einer abwehrenden Armbewegung will ich die vermutliche Mücke oder Fliege verscheuchen. Da sehe ich in der Morgensonne das rege Treiben der zarten Schwebfliegen auf den Geraniumblüten. Zusammen mit Bienen und Hummeln tummeln sie sich auf der blauen Blütenwolke von ‘Rozanne‘. Den Hinterleib gelb-schwarz gefärbt, ahmen sie gefährliche Wespen nach. Das wird ihnen sicher oft zur Falle, wenn Hobbygärtner die nützlichen Insekten nicht gleich erkennen. Ihre fast durchscheinenden Larven sind Blattlausjäger, darum sollte man sie fördern. Den Namen Schwebfliegen tragen sie aufgrund ihres Fluges, bei dem sie wie schwebend in der Luft stehen können. Auch daran kann man sie von Wespen unterscheiden, deren Zickzack-Flug ganz anders ist.

Empfindsames Gemüse

Die Dicken Bohnen sind reif und geerntet. Schwupps, rein in das kochende Wasser mit den hellgrünen Bohnenkernen. Sie fangen an zu zischen und wispern.  Ein Geräusch, das man beim Gemüse kochen sonst nicht hört. Mein schlechtes Gewissen macht sich bemerkbar wie damals bei der Lenormutti (ältere Semester werden sich erinnern). Habe ich nicht neulich etwas darüber gelesen, dass Pflanzen mehr fühlen können, als wir gemein hin glauben. Einen lebenden Hummer hätte ich nicht ins kochende Wasser schmeißen können....  Aber Empfindsamkeit hin oder her, die Dicken Bohnen hatten ein schnelles Ende und waren lecker. Vermutlich hat die  plötzliche Hitzeeinwirkung eine Druckerhöhung im Inneren hervorgerufen und die ausströmende Luft konnte nur geräuschvoll durch feine Poren in der Schale entweichen.

Amselhelden

Vor kurzem war ich noch sauer auf meine Amselschar im Garten, denn irgendwie haben sie  nach ein paaar Jahren ihre Vorliebe für meine Johannisbeeren entdeckt. Erst waren die Sträucher mit den roten Beeren dran, dann schmeckten ihnen auch die hellen Beeren. Wir mussten schnell alles abernten, um noch etwas abzubekommen. Doch jetzt habe ich in den letzten Tagen zum ersten Mal gleich zweimal beobachten können, wie eine Amsel sich aus dem Bodendeckergewirr meiner Beete eine Nacktschnecke schnappt und wenn auch mit Mühe, derer habhaft zu werden versucht. Es sind nicht die ganz großen Exemplare der Spanischen Wegschnecke, mehr so die halbwüchsige Generation, aber immerhin...

Borretschblau

Die Sonne scheint und die ersten Blüten vom Borretsch (Borago officinalis) haben sich geöffnet - in einem wunderschönen, leuchtenden Blau. Hat man die einjährige Kräuterpflanze einmal im Garten ausgesät, findet sie sich die nächste Jahre eigentlich immer wieder von selber ein. Die raubehaarten Blätter und Stiele stehen im Kontrast zu den samtigweichen Blüten. Diese sind beliebt bei Bienen und Hummeln. Ich streue die Blüten gern über sommerliche Salate oder dekoriere Cocktails damit. Die jungen Blätter haben einen frischen Geschmack, der dem Kraut auch den Namen Gurkenkraut verschafft hat. Sie würzen Salate, Dipps oder Kräutersoßen. Wie die borstige Behaarung schon zeigt, gehört sie wie Beinwell oder Vergissmeinnicht zu den Raublattgewächsen und ist sogar Namensgeber der Familie Boraginaceae.

Blattgold

Ich liebe unkomplizierte Pflanzen und der Goldmajoran (Origanum vulgare 'Aureum', Foto) gehört dazu. Er wächst bei mir in breiten Matten auf  dem Steingartenhügel. Seine leuchtend gelben Blätter bringen vom Frühjahr bis zum Herbst Farbe in das Beet, auch ohne zu blühen. Das tut der Goldmajoran auch, aber seine Blattfärbrung ist aufregender. Andere Majoransorten sind würziger, aber zum Dekorieren von Gerichten und für Salate sind die gelben Blätter vom Gold-Majoran gut geeignet, vor allem im Kontrast mit grünen Kräutern und Blattsalaten. Wie viele meiner Pflanzen im Garten ist auch diese als Ableger aus einem anderen Garten zu mir gekommen, wo mir die leuchtende Blattfarbe gleich aufgefallen war.

Rosensommer

Im Sommer genieße ich meinen Garten am liebsten am frühen Morgen, wenn der Tau noch auf den Pflanzen liegt, die ersten Sonnenstrahlen den Strandkorb am Teich erwärmen und das Wasser zu einem erfrischenden Bad verlockt, um richtig wach zu werden. Jetzt im Juni kommt noch der herrliche Rosenduft hinzu. In der Ramblerrose 'Boby James' summt und brummt es schon am Morgen durch den intensiven Besuch ihrer cremeweißen Blütenschalen durch unsere Bienen und Hummeln. Beim Gang in den Küchengarten hinter dem Haus gehe ich durch ein Blütenmeer der apricotfarbenen 'Ghislaine de Feligonde', die über einen Rosenbogen rankt (Foto). Und an den Hochbeeten hüllt mich der zarte Duft meiner Wildrosenhecke ein. Erst einmal tief durchatmen... Dann holt mich der Gärtneralltag ein und es geht ans Gießen von Zucchini, Bohnen und Co.