Willkommen

Mein Garten

 Der etwa 100 qm große Schwimmteich mit Wasserlauf, Holzsteg, Sonnendeck und vielen Stauden und Sträuchern rings herum ist das Herzstück. Rund um das Jahr gibt es hier immer etwas zu beobachten und man kann wunderbar dabei entspannen.


Die Küchengarten-Box

Die Küchengarten-Box besteht aus Hochbeet-Element, Kräuter-Rondell und halbhohem Pflanzkasten mit Rankstangen. Sie  ein kompletter kleiner Mini-Küchengarten und leicht mit Material
aus dem Baumarkt zu bauen. Mehr...

Aktuelle Anbautipps
für Gemüse und Kräuter auf dem Hochbeet:

praxistipps im juni



Ein Praxisbuch zum Thema Hochbeet mit Bau- und Pflanzplänen 
sowie einem Praxisteil, der Monat für Monat Anbautipps, 
 Sorten-Empfehlungen und Rezeptideen für Hochbeetfans liefert.

BLV Verlag; 96 Seiten; €
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"Wenn Du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es Dir an nichts fehlen!"             (Cicero)


Viel Spaß mit meiner Website!

 

Susanne
Nüsslein-Müller

 



Gartenblog

Holunderwunder

Wenn der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) blüht - bei uns im Norden wird der Wildstrauch auch "Fliederbeere" genannt - beginnt nach dem phänologischen Jahreskalender der Frühsommer. Und für mich beginnt die Einmachzeit. Aus den süßaromatisch duftenden Blüten mache ich Sirup und Gelee. Auch in Teig ausgebacken und mit Puderzucker bestäubt sind sie lecker. Dieses Jahr werde ich auch noch einige Blütenstände trocknen. Holunderblütentee ist schweißtreibend und hilft dann im Herbst und Winter gegen aufkommende Erkältungen. Hoffentlich bleiben noch genug Blütenansätze für die Holunderbeeren-Ernte im Herbst...

Bohnen am Start

ich bin spät dran mit meinen Bohnen dieses Jahr. Da die Schnecken durch das feuchte Wetter auf dem Vormarsch sind, säe ich diese lieber zuerst in eine kleine Multitopfpalette und nicht direkt ins Beet. Die schlanken braunen Samen der Buschbohne 'Maxi' (im Foto unten) und die rundlichen weißen Samen der rankenden alten Sorte 'Türkische Erbse' (im Foto rechts) sollen es sein. 'Maxi' blüht deutlich über dem Laub und das Pflücken der Hülsen ist leicht, da sie nicht zwischen den Blättern gesucht werden müssen. Die Türkische Erbse ist eine aromatische alte Sorte mit runden Hülsen ähnlich den Buschbohnen und ebenso robust wie ertragreich. Ich stecke in jedes Fach zwei Samen in Aussaaterde und lasse sie auf der Fensterbank keimen. So sind sie erst einmal unter Kontrolle. Mal sehen, wann sich die ersten Blätter zeigen? 

Rauke geht immer

Was habe ich eigentlich früher gemacht, bevor es auf meinem Hochbeet  schon im Frühjahr täglich leckere Rauke zum Ernten gab... Egal ob die milde Salatrauke (Eruca sativa) oder die mit ihren mehr geschlitzten Blättern deutlich schärfere Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia): Das frische, leicht scharfe Grün ist aus meiner Küche nicht mehr weg zu denken. Wie Raps oder Senf gehört es zur großen Pflanzenfamilie der Kreuzblütengewächse. Von April bis in den Oktober hinein kommt das kalorienarme und durch seine Senfölglukoside so gesunde Kraut auf fast jedes Gericht. Egal ob Pasta oder Pizza, Salat und auf Bruscetta, Rauke geht immer. Was aus dem Raukebündel auf dem Foto links geworden ist, findet ihr als Rezeptidee auf den neuen Küchengarten-Box-Praxistipps für Juni .

Für alle Fälle Iris

Erst die Bart-Iris im Senkgarten, nun die Wiesen-Iris am Teichrand (Foto) und in der Flachwasserzone unseres Teiches zeigen sich die ersten Blütenstände der Sumpf-Iris. Ende Mai ist Iris-Zeit in meinem Garten und die wunderschönen Blüten dieser Pflanzengattung faszinieren jedes Jahr aufs neue. Vor allem, wenn man rechtzeitig auf Schnecken achtet, die es sich nicht nehmen lassen, außer an dem gras- oder schwertförmigem Laub der Pflanzen gern auch mal die saftigen Blütenstände so anzubeißen, dass sie oft noch vor dem Erblühen plötzlich herunterhängen. Da  gilt es aufzupassen und die Übeltäter in den Abendstunden abzusammeln. Das Laub der Pflanzen ist zu dem nach der Blüte bis in den Herbst attraktiv und setzt schöne Akzente zu anderen Stauden mit runden oder fingerförmigen Blättern.

 

Auf ins kühle Nass!

Endlich ist es wieder so weit und wir können unseren Schwimmteich nutzen. Das tun wir am liebsten am Morgen und ab ca. 17 °C wassertemperatur. Heute Morgen zeigt die Temperaturanzeige sogar 19,3 °C an, also nichts wie hinein. Sehr frisch, aber nach einer Bahn hin und zurück hat der Körper sich an das kalte Wasser gewöhnt. Die Sonne scheint auch noch und ich schwimme mit ein paar Teichmolchen (Foto) um die Wette, die sich jetzt auch gern in der Tiefwasserzone aufhalten. Sie sind im Hochzeitsfieber und bald werden wieder zahlreiche Babymolche durch das Wasser flitzen. Da muss man beim Algenfischen einmal mehr aufpassen, keine davon zu erwischen und versehentlich auf den Kompost zu befördern.

Gärtnerglück

Schnell noch etwas Petersilie für die Suppe aus dem Garten holen. Ich knipse ein paar Stiele ab und trage sie aus dem Garten zurück in die Küche. Auf dem Weg muß ich an die oft schlapp herabhängenden Kräuterbündel in unserem Edekamarkt denken, die - wenn sie heute nicht gekauft werden - schon morgen im Müll landen, wie so viele Tonnen aufwendig produziert und transportierter Lebensmittel. Dabei ist alles doch ganz einfach: ein paar Samenkörner, Erde, Wasser und Sonnenschein - mehr braucht es nicht, um sich eigenes "Superfood" heran zu ziehen. Und nachhaltiger kann die Beschaffung von Nahrung nicht sein, als sie aus dem eigenen Garten zu holen. Irgendwie inzwischen so selbstverständlich für mich und doch immer wieder ein großes Glück.

Ab ins Freie

Meine vorgezogenen Fruchtgemüse, also Tomaten, Kürbisse, Gurken und Co. sind reif für das Outdoorwetter. Sie kommen erst einmal an einen vor Wind und zuviel Sonne geschützten Platz auf der Ostterrasse,  um sich an die rauheren Bedingungen im Freien zu gewöhnen. Im Wintergarten hatten sie es natürlich gut, viel Licht und nicht zuviel Wärme, denn er liegt nach Norden und kann bei Bedarf schnell per Dachklappen gelüftet werden. Doch erst wenn die Pflanzen nicht mehr hinter Glas stehen, können die Blätter sich an die UV-Strahlung gewöhnen. Sie werden bald derber und grüner im Freien und sind nach ein paar Tagen pflanzbereit für Kübel oder Beet. Wenn die Temperaturen nachts unter +4 °C fallen sollen, stelle ich sie allerdings über Nacht lieber wieder rein, man weiß ja nie...

Gartenhelfer aus dem Gelben Sack

Wer die Augen aufmacht, kann aus Verpackungsmüll wie Petflaschen, Obstverpackungen und Ähnlichem praktische Hilfsmittel für die Pflanzenanzucht gewinnen. Ich habe eine ganze Sammlung an Schalen, die als Mini-Tablett und Untersetzer für Anzuchttöpfe dienen, aus O-Saftflaschen schneide ich Schneckenschutzkragen für junge Salatpflanzen im Beet. Essstäbchen für Sushi dienen als Pikierstab oder Aussaathilfe, Verpackungstrays von Weintrauben mit Deckel können zu Mini-Gewächshaus für die Fenterbank umfunktioniert werden. In größere Tablettendosen aus Kunststoff nutze ich als Behältnis für Schneckenkorn oder Streudünger. So habe ich sie am Ort des Geschehens immer griffbereit. Re- und Upcycling at its best!

Frostiger Frühling

Wieder alles frostig weiß am Morgen und Tulpen, Narzissen und Pfingstrosen lassen traurig ihre Triebe hängen... So spät im Jahr habe ich meine Stauden noch nie von so viel Raureif bedeckt gedeckt gesehen. Gestern Mittag standen alle Pflanzen wieder aufrecht, aber viele solch frostiger Nächte werden sie wohl nicht vertragen. Der Blick auf die Wetter-App gibt zum Glück Entwarnung, heute Nacht sollen die Temperaturen wieder über der Nullgradgrenze bleiben. Dann kann ich den Rhabarber wieder von seiner Abdeckung - einem alten Bienenkorb aus Stroh - befreien und die Kübel mit den knospenden Tulpen unter der Terrassenüberdachung herausholen und an ihren angestammten Platz stellen. Und es gibt Hoffnung für die Apfelblüte, die in meinem Garten zum Glück noch nicht begonnen hatte.