Herbstschönheit Ginkgo

Er steht zwar nicht in meinem Garten, aber der Ginkgo im Nachbargarten ist nicht nur ein ganz besonderer Baum, sondern auch eine wahre Herbstschönheit. Das ledrige, jetzt goldgelbe Laub leuchtet in der kurz erscheinenden Abendsonne. Das Gehölz aus China ist ein lebendes Fossil, das schon auf der Erde wuchs, als es noch Dinosaurier gab, im Erdzeitalter des Trias, vor rund 250 Millionen Jahren. Das belegen fossile Funde. Der Ginkgo wächst langsam und kann zudem uralt werden, Man hat erforscht, dass es Exemplare gab, die über tausend Jahre geworden sind. Als fossiles Relikt ist der Ginkgo weder ein Laub- noch ein Nadelbaum, sondern gehört zu einer ganz eigenen Pflanzenordnung. Wirklich ein ganz besonderer Baum!



Dauerbrenner Mangold

Der Mangold wächst und wächst und wächst...Fast ist es beängstigend, wie das orange- und rotgestielte Laub des Blattgemüses auf dem Hochbeet trotz herbstlicher Temperaturen weiter sprießen. Ich ernte schon nur noch die jungen Blätter und habe vor Monaten das letzte Mal gedüngt. Wahrscheinlich wird erst der erste richtige Frost dem Ganzen ein Ende setzen. Den Mangold habe ich als Jungpflänzchen im Frühjahr über den Gartenzaun bekommen. Eigentlich gehört er nicht zu meinen Lieblingsgemüse-Arten. Inzwischen habe ich aber schon einige leckere Rezepte damit ausprobiert. Toll ist auf jeden Fall Mangold in Sahne-Senfsoße zu Linguine. 



Frühsport mit Eibe

Der Morgen ist trübe, aber windstill und für Oktober mit 10 °C mild. Ideale Bedingungen für den Frühsport im Garten.  Statt um die Häuser zu stöckern (Nordic Walking...), ziehe ich die Gummistiefel an und bringe meine zwei alten Eiben in Schuss. Sie sollen auch in Form bleiben - in runder Form. Dann kann ich sie für die Adventszeit mit Lichterketten schmücken. Handschuhe beim Schneiden sind Pflicht, denn alle Teile der Eibe sind giftig – nur der rote, saftige Samenmantel nicht. Dieser lockt Vögel an. Der hartschalige Same darin wandert unbeschadet durch deren Verdauungstrakt und fällt mit dem Vogelkot wieder zu Boden. Den Eiben- Nachwuchs findet man im nächsten Frühjahr als Sämling im Beet wieder. Die Natur ist genial.



Neue Wanze auf dem Vormarsch

Einerseits gibt es das Insektensterben, das nicht zu unterschätzen ist. Andererseits tauchen immer neue Insektenarten auf, die aus anderen Ländern bei uns eingeschleppt werden. Und dies nicht immer zum Nutzen der Natur und auch des Gärtners.  Die Marmorierte Baumwanze stammt ursprünglich aus Asien und verbreitet sich bei uns zügig. Sie gilt im Obstanbau als Schädling. Bei mir sitzt die Wanze an den Himbeeren und auch an der hellen Hauswand findet man jetzt Exemplare auf der Suche nach einem Winterquartier. Erkennbar sind diese graubraunen Baumwanzen an ihren hell-dunkel gefärbten Rändern des Hinterleibes  und an den gestreiften Fühlern. 



Grünkohl aus dem Blumenladen

Beim Bummeln durch den Nachbarort konnte ich nicht Wiederstehen: Im Blumenladen (!) habe ich zwei Grünkohl-Pflanzen im Topf erworben. Den Palmkohl (Foto links) und eine rotblättrige Grünkohlsorte (Foto rechts) ohne genaue Sortenbezeichnung. Beide habe ich noch nicht selbst kultiviert, so dass mir die zwei Experimentierpflanzen ganz recht kamen. Sie sind gleich nach dem Fotografieren auf das Hochbeet gewandert und habe sie beim Einpflanzen noch mit etwas Gemüsedünger-Pellets versorgt. Nun kann ich hoffentlich im Spätherbst davon ernten. 

 



Zeit für Gräser

Die fedrigen Blütenstände des Chinaschilfs 'Kleine Fontäne' (Foto) leuchten jetzt besonders schön im Gegenlicht der niedrig stehenden Herbstsonne. Bis weit in den Winter sind die Ziergräser in meinem Garten ein Blickfang. So auch das Diamantgras, dessen silbrige Blütenstände viele tausend Tau- oder Raureiftropfen auffangen und zum Glitzern bringen. Am Holzdeck unseres Teiches wächst und blüht eine andere Chinaschilfsorte so überbordend, dass man im Herbst kaum noch daran vorbei kommt. Sie trotzt Sturm, Regen und Schnee oft bis zum Frühjahr. Gräser geben dem Garten Struktur und bringen auch Bewegung ins Beet. Sie sind mir genauso lieb wie auffällige Blütenstauden oder Rosen. 



Bohnen unter falschem Namen

Auch im Spätsommer lohnt der Gang zum Hochbeet jeden Tag. Im Moment gibt es bei uns  häufig einen leckeren Bohnen-Tomatensalat mit Zwiebelgrün von der Winterhecke und Vinaigrette. Als Bohnen kommen so genannten 'Türkische Erbsen' hinein. Das ist eine alte aromatische Stangenbohnen-Sorte ohne Fäden. Bei mir ranken zwei Pflanzen davon seitlich am Hochbeet über einen Frühbeet-Tunnelbogen aus Metall.  Ich leite die Ranken also eher waagerecht und kann bequem pflücken. Lässt man ein paar der Hülsen ausreifen und gelb werden, hat man gleich Saatgut für das nächste Jahr . Im Handel findet man die Samen der Bohnenrarität zum Beispiel von der Firma Sperli.



Pflanzen-Fehlkauf

Auf einmal sind die durchaus dekorativen, aber leider sehr  invasiven Triebe der Eidechsenschwanz (Houttoynia cordata) überall im dichten Bewuchs unseres Waldgartens sichtbar. Beim Nachbuddeln fördere ich neben den kurz bewurzelten Blatttrieben auch fingerdicke helle Hauptwurzeln aus dem Boden, die sich meterlang durch Beet und Wege ziehen. Einige Stauden, wie die jetzt blühende Waldaster und eine Blaublatt-Funkie, sind durchwuchert und ich werde Mühe haben, diese wieder sauber zu trennen - wenn dies überhaupt gelingt. Auch zwischen den Ritzen der Steinfläche sprießen die Blätter hervor und ich ahne schon, dass auch diese komplett ausgegraben werden müssen. Selber Schuld. Diese Staude sollte nur mit Gefahrenhinweis verkauft werden.



Ein Hoch auf die Ringelblume

Die strahlenden, orangefarbenen Blüten der Ringelblumen (Calendula offizinales) möchte ich im Sommer nicht missen. Meist keimen die beliebten Sommerblüher im Frühjahr von allein aus herab gefallenen Samen vom Vorjahr. Diese sind auch Namensgeber. Denn das längliche Saatgut ist rundlich eingekringelt. Die Blütezeit reicht den ganzen Sommer über und die essbaren Blüten schmücken in dieser Zeit viele Speisen auf meinem Speisezettel. Dazu schrecken die Ausscheidungen der Ringelblumen-Wurzeln schädliche Fadenwürmer (Nematoden) ab. So sorgt die dekorative Sommerblume  im Gemüsebeet auch für gesundes Gemüse und ist in der Mischkultur eine nützliche Ergänzung. Und so schön!



Wer knabbert an der gelben Bete?

Na, wer war das denn? Eine meiner gelben Bete auf dem Hochbeet wird seit ein paar Tagen von einem Tier systematisch weggeknabbert. Das sind keine Schnecken. Jeden Morgen fehlt ein Stück mehr der oberirdisch wachsenden Knolle. Mit der Wildkamera lässt sich der nächtliche Besucher eindeutig überführen, auch wenn es kein sehr scharfes Foto ist. Eine Maus lässt sich jede Abend die lecker süß-aromatische Knolle schmecken. Die restlichen Gelben Beten habe ich inzwischen geerntet. Eine kann ich entbehren....



Hortensien-Zeit

Im Hochsommer ist Hortensienzeit und die brauchen viel Wasser. So stehen meine verschiendenen Hortensien auch gut da und die meisten blühen schon üppig. Mein Liebling ist die Sorte 'Love You Kiss' mit cremefarbenen Hochblättern, die einen lachsrotem Rand haben. Sie stammt aus Holland und gehört zu den Hovaria-Hortensien. Diese zeichnen sich neben besonders auffälligen Blütenständen auch durch eine schöne rote Herbstfärbung aus. 'Love you Kiss' empfängt meine Besucher im Kübel am Hauseingang und überwintert immer im Gewächshaus. Im Frühjahr bekommt die Pflanze eine Ladung Rhododendrondünger auf den Topfballen und wächst dann richtig los. Nur das regelmäßige Wässern darf man nicht vergessen.

 



Käferplage an der Rauke

Wir waren nur kurz  zwei Tage an der See, da haben die kleinen Biester wieder zugeschlagen. Alle Blätter der Wilden Rauke sind durchlöchert. Der Kohlerdfloh ist wieder unterwegs und frisst sich satt. Die keinen, glänzend-dunklen Käfer haben ihren Namen zu recht, denn wenn man sich ihnen nähert, springen sie weg wie ein Floh. Dafür haben sie sehr kräftige Hinterbeine. Ich wüsste nicht, welche Fressfeinde die Käfer haben können, so schnell wie die kleinen Hüpfer sind. Meine frisch gepflanzten Grünkohl-Setzlinge hatte ich zum Glück mit einem Insektenschutz-Netz versehen – eigentlich zum Fernhalten der Kohlweißlinge.


Fundstück Mochusmalve

Gemäß der Redensart „Man geht nie zweimal in denselben Garten“ habe ich heute  eine neue Pflanze in einem Beet entdeckt. Nicht gesät und nicht gepflanzt, aber herzlich willkommen sind mir die weißen Blüten einer der Mochusmalve (Malva moschata ‘Alba’) Diese ist in dem Gewusel der Mutterkrautpflanzen unbemerkt herangewachsen  und jetzt erst im Blühen sichtbar. So kommen immer mal wieder Samen aus Nachbargärten oder auch durch Sämlinge in der Topferde von gekauften Stauden in den Garten. In diesem Fall mal kein „Unkraut“, sondern eine Staude, die ich gern weiter kultiviere und auch versuchen werde, durch gezielte Aussaat zu vermehren.



Himmelsstürmer Rambler-Rose

Ein Höhepunkt im Gartenjahr: Schon am frühen Morgen summt und brummt es in den cremeweißen Blütendolden von 'Bobby James', meiner Lieblings-Ramblerrose. Sie hat mit ihren meterlangen Trieben und unzähligen Blütendolden den eher sparrigen, hohen Ilex inzwischen völlig vereinnahmt und ragt weit in den zur Zeit so blauen Himmel. Unsere Bienen sammeln fleißig für den Rosenhonig, der dann im Hochsommer geerntet werden kann. Vor dem Rosenstock auf der Terrasse stehen Sonnenschirm und Hängematte. Ein idealer Ort, um in den Mittagsstunden dort zu entspannen, den wunderbaren Duft der Blüten zu genießen und das emsige Treiben in den Blüten zu beobachten.



Wasser ist Leben!

Das ist Entspannung pur, ja fast Meditation - an unserem  Teich zu sitzen und das vielfältige Leben zu beobachten, das im und am Wasser  herrscht. Die Spatzen, die am Teichrand plantschen. Die Schwalben, die über dem Wasserspiegel hin und her flitzen, mal um zu trinken, mal um Insekten von der Oberfläche weg zu fangen und mal, um im Flug zu baden. Im Wasser tummeln sich die gar nicht scheuen Teichmolche und die ersten Libellen schwirren auch schon über den Teich. Unsere Bienen stecken tief in den gelben Blüten der Gauklerblumen am Wasserrnd. Es krabbelt, summt und brummt praktisch überall. Eben die ganze Vielfalt der Natur, ermöglicht durch den Lebensstoff Wasser.



Grünes vom Hochbeet

Was gibt es heute zum Mittagessen: Mein Blick schweift über die mittlerweile üppig sprießenden Hochbeete und es läuft ein Kopfkino der verschiedenen Rezeptideen ab. Mit Spinat und Senfhollandaise überbackenen Lachs? Oder doch vielleicht vegetarische Spaghetti mit eingelegten, getrockneten Tomaten, gerösteten Pinienkernen, ganz viel gehackter Wilder Rauke, einem guten Schuss Olivenöl  und frisch geriebenem Parmesan? Auch der Pflücksalat und die vielen appetitlichen Kräuter springen mir ins Auge. Auf jeden Fall mache ich vorweg einen grünen Salat mit einem Kräuter-Potpourri aus Petersilie, Dill, Süßdolde, Schildampfer, Schnittlauch und Bärlauchblüten.

 



Mein Maigarten

Wenn die Sonne rauskommt, leuchten sie jetzt wieder: Die Maifarben Schleswig-Holsteins. Das sind die Felder mit dem gelben Raps, der blaue Himmel und die weißen Wolken daran. Auch in meinem Garten genieße ich diesen entspannenden und hoffnungsfrohen Farb-Dreiklang. Gelb blühen meine Ginster, Himmelblau darunter die Vergissmeinnicht (Foto) und weiße Blütenwolken haben zur Zeit Süßdolde und Flieder. Das Ganze gemischt mit einer wunderbaren Palette an frischen Grüntönen der ausgetriebenen Gehölzen und Stauden. Daran muss man sich satt sehen und sobald der Himmel aufreißt, bin ich draußen im Garten.

 



Dunkles Laub setzt Akzente

Grün, wohin das Auge schweift... Nein, doch nicht ganz. Es gibt in meinem Garten einige Stauden, die einen tollen roten Blattaustrieb haben. Sie bringen Abwechslung ins Frühlingsbeet.  Wie das rotbraunes, gefiederte Laub von der Storchschnabel-Hybride ‘Espresso‘ (Foto). Sie fallen im frischen Frühlingsgrün besonders auf und  bringen Abwechslung ins Beet auch ohne Blüten. Diese kommen dann ein paar Wochen später als Schmuck dazu. Die Plfanze  blüht schon bald Hellrosafarben. Vom Purpurglöckchen (Heuchera) gibt es ebenfalls attraktive dunkellaubige Sorten. Und auch meine rosaroten Pfingstrosen treiben rötlich aus und sorgen so schon vor der Blüte für Aufmerksamkeit im Staudenbeet.

 



Hummeln am Start

Es brummt schon früh am Morgen unüberhörbar aus den Beerensträuchern. Nur wenige Grade über Null, sind einige Hummeln schon unterwegs und versuchen es schon mal bei den Blüten der Schwarzen Johannisbeeren fünfig zu werden, aber die sind alle noch geschlossen. Mehr Glück haben sie an der Jostabeere. Eine Steinhummel (Foto) steuert dort eine Blüte nach der anderen an und sammelt Pollen und bestäubt sie dabei ganz zufällig . Hummeln sind mir mit die liebsten Gartenhelfer. Während unsere Honigbienen lieber noch in ihren warmen Bienenstöcken hocken. Und ich kann mich jetzt schon auf eine reiche Beerenernte im Sommer freuen. 

 



Vorbereitung auf den Regen

Jetzt heißt es handeln: Einige Gartenarbeiten habe ich die letzten Wochen immer mal wieder vertagt, denn bei der anhaltenden Trockenheit macht es weder Sinn, den Rasen zu vertikutieren, noch zu düngen oder größere Pflanzaktionen vorzunehmen. Eine ganze Reihe von Stauden warten noch auf den Umzug in die Beete. 

Durch den bedeckten Himmel und die endlich frostfreien Nächte können jetzt auch viele der in meinem  Gewächshaus überwinterten Kübelpflanzen wie Rosen oder Hortensien ins Freie und ihre schon voll ausgetriebenen Blätter abhärten und an das Außenklima gewöhnen. Dazu noch der Supermond letzte Nacht: Da heißt es düngen, düngen, düngen. Der Regen wird die organischen Düngepellets schnell aufweichen und die Nährstoffe darin für Pflanzen verfügbar machen. Also auf geht es...