Wasser ist Leben!

Das ist Entspannung pur, ja fast Meditation - an unserem  Teich zu sitzen und das vielfältige Leben zu beobachten, das im und am Wasser  herrscht. Die Spatzen, die am Teichrand plantschen. Die Schwalben, die über dem Wasserspiegel hin und her flitzen, mal um zu trinken, mal um Insekten von der Oberfläche weg zu fangen und mal, um im Flug zu baden. Im Wasser tummeln sich die gar nicht scheuen Teichmolche und die ersten Libellen schwirren auch schon über den Teich. Unsere Bienen stecken tief in den gelben Blüten der Gauklerblumen am Wasserrnd. Es krabbelt, summt und brummt praktisch überall. Eben die ganze Vielfalt der Natur, ermöglicht durch den Lebensstoff Wasser.



Grünes vom Hochbeet

Was gibt es heute zum Mittagessen: Mein Blick schweift über die mittlerweile üppig sprießenden Hochbeete und es läuft ein Kopfkino der verschiedenen Rezeptideen ab. Mit Spinat und Senfhollandaise überbackenen Lachs? Oder doch vielleicht vegetarische Spaghetti mit eingelegten, getrockneten Tomaten, gerösteten Pinienkernen, ganz viel gehackter Wilder Rauke, einem guten Schuss Olivenöl  und frisch geriebenem Parmesan? Auch der Pflücksalat und die vielen appetitlichen Kräuter springen mir ins Auge. Auf jeden Fall mache ich vorweg einen grünen Salat mit einem Kräuter-Potpourri aus Petersilie, Dill, Süßdolde, Schildampfer, Schnittlauch und Bärlauchblüten.

 



Mein Maigarten

Wenn die Sonne rauskommt, leuchten sie jetzt wieder: Die Maifarben Schleswig-Holsteins. Das sind die Felder mit dem gelben Raps, der blaue Himmel und die weißen Wolken daran. Auch in meinem Garten genieße ich diesen entspannenden und hoffnungsfrohen Farb-Dreiklang. Gelb blühen meine Ginster, Himmelblau darunter die Vergissmeinnicht (Foto) und weiße Blütenwolken haben zur Zeit Süßdolde und Flieder. Das Ganze gemischt mit einer wunderbaren Palette an frischen Grüntönen der ausgetriebenen Gehölzen und Stauden. Daran muss man sich satt sehen und sobald der Himmel aufreißt, bin ich draußen im Garten.

 



Dunkles Laub setzt Akzente

Grün, wohin das Auge schweift... Nein, doch nicht ganz. Es gibt in meinem Garten einige Stauden, die einen tollen roten Blattaustrieb haben. Sie bringen Abwechslung ins Frühlingsbeet.  Wie das rotbraunes, gefiederte Laub von der Storchschnabel-Hybride ‘Espresso‘ (Foto). Sie fallen im frischen Frühlingsgrün besonders auf und  bringen Abwechslung ins Beet auch ohne Blüten. Diese kommen dann ein paar Wochen später als Schmuck dazu. Die Plfanze  blüht schon bald Hellrosafarben. Vom Purpurglöckchen (Heuchera) gibt es ebenfalls attraktive dunkellaubige Sorten. Und auch meine rosaroten Pfingstrosen treiben rötlich aus und sorgen so schon vor der Blüte für Aufmerksamkeit im Staudenbeet.

 



Hummeln am Start

Es brummt schon früh am Morgen unüberhörbar aus den Beerensträuchern. Nur wenige Grade über Null, sind einige Hummeln schon unterwegs und versuchen es schon mal bei den Blüten der Schwarzen Johannisbeeren fünfig zu werden, aber die sind alle noch geschlossen. Mehr Glück haben sie an der Jostabeere. Eine Steinhummel (Foto) steuert dort eine Blüte nach der anderen an und sammelt Pollen und bestäubt sie dabei ganz zufällig . Hummeln sind mir mit die liebsten Gartenhelfer. Während unsere Honigbienen lieber noch in ihren warmen Bienenstöcken hocken. Und ich kann mich jetzt schon auf eine reiche Beerenernte im Sommer freuen. 

 



Vorbereitung auf den Regen

Jetzt heißt es handeln: Einige Gartenarbeiten habe ich die letzten Wochen immer mal wieder vertagt, denn bei der anhaltenden Trockenheit macht es weder Sinn, den Rasen zu vertikutieren, noch zu düngen oder größere Pflanzaktionen vorzunehmen. Eine ganze Reihe von Stauden warten noch auf den Umzug in die Beete. 

Durch den bedeckten Himmel und die endlich frostfreien Nächte können jetzt auch viele der in meinem  Gewächshaus überwinterten Kübelpflanzen wie Rosen oder Hortensien ins Freie und ihre schon voll ausgetriebenen Blätter abhärten und an das Außenklima gewöhnen. Dazu noch der Supermond letzte Nacht: Da heißt es düngen, düngen, düngen. Der Regen wird die organischen Düngepellets schnell aufweichen und die Nährstoffe darin für Pflanzen verfügbar machen. Also auf geht es...

 



Minz-Management

Erdbeerminze, Orangenminze, Marokko-Minze, Apfelminze und Schweizer Minze - fünf Minzsorten im Garten im Schach zu halten ist gar nicht so leicht. Bloß nicht einfach so ins Beet pflanzen, sonst durchziehen die meterlangen Triebe bald den ganzen Boden  und sind zwischen anderen Stauden schwer wieder zu entfernen.

Meine Schweizer Minze (links) siedelt deshalb jetzt auch in eine große alte Zinkwanne um, denn selbst im Beet mit  Holzeinfassung wird sie  zu übermütig. Auch die zierlichere Erdbeerminze hat jetzt einen Kasten für sich. Meine Lieblingsminze ist die Orangeminze. Bei ihr paart sich der frische Minzgeschmack mit einem leckeren Hauch nach Zitrusölen. Toll zum Kochen und für Desserts!

 



Ran an den Giersch

Da ist er wieder, an verschiedenen Stellen im Garten sprießen die ungeliebten, dreiteilig gefiederten Blätter vom Giersch aus dem Boden, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben. Etwas dezimiere ich den Ausbreitungsdrang des robusten Wildkrautes durch das regelmäßige Pflücken der jungen Triebe für die Frühlingsküche. Zusammen mit Bärlauch, Süßdolde und Schildampfer aus dem Garten wird daraus eine supergesunde Kräutermischung für Pesto, Kräuter-Kartoffelsalat mit Essig und Öl oder einen Quark-Dipp. Der Giersch-Geschmack lässt sich am ehesten mit dem von Petersilie vergleichen. Probiert es mal...



Ein neues Spielzeug

Ich habe eine ganze Reihe von älteren Handschaufeln. Die meisten davon sind an verschiedenen Plätzen im Garten verteilt. So kann ich bei Bedarf schnell in den Beeten den Boden lockern und Löwenzahn oder Gierschtriebe entfernen. Dafür tun auch alle noch ihren Dienst, ob der Rost an ihnen nagt oder nur der erste Lack ab ist. Meine neue Kombi-Pflanzschaufel von der Englischen Firma  Kent & Stowe zeigt mir aber, wie viel mehr Spaß die Gartenarbeit doch mit einem neuen, durchdachten Gartenwerkzeug macht. Toll ist vor allem der Hammerkopf am Griffende und die gezackte Kante, mit der man ganz leicht Stauden ausgraben und teilen kann. Unbedingt auf die Gärtnerwunschliste setzen.



Tête-à-Tête im Staudenbeet

Es wird gelb im Garten: Nach Schneeglöckchen und Krokussen leuchten jetzt die Blüten der Zwerg-Narzissensorte 'Tête-à-Tête' aus meinen Staudenbeeten. Alle stammen von ausgeblüten Topfpflanzen, die in den letzten Jahren zuerst etwas Frühlingsfeeling ins Haus gebracht haben. Nach dem Verblühen habe ich sie weiter gegossen und später mit dem zugegeben nicht mehr sehr attraktiven Laub ins Beet gepflanzt. Dort konnten die Zwiebelblüher in Ruhe einziehen und Kraft für neue Blüten sammeln. Also, nicht wegwerfen! Noch ein Tipp: Ich setze frühe Zwiebelblumen rund um Stauden, die einen überhängenden Wuchs haben wie Geranium 'Rozanne' oder die Buschmalve. Ihr Austrieb versteckt im Frühjahr bald das welke Narzissen-Laub. 

 



Es könnte losgehen auf dem Hochbeet

Da liegt es jungfräulich vor mir: Frisch mit einer Ladung reifem Kompost unter der Pflanzschicht versorgt, ist das Hochbeete  wieder aufgefüllt und für die Aussaat bereit. Ein Blick auf die Wetter-App sagt mir aber leider, dass es noch nicht viel Sinn hat, selbst so robuste Gemüse wie Dicke Bohnen, Radieschen oder Rauke zu säen. Es stehen noch ein paar Frostnächte an... Da heißt es Geduld  haben. Zumindest hat es mal wieder ordentlich geregnet. Auch wichtig für die erfolgreiche Aussaat im Freien, so schön sonniges Wetter und Wärme jetzt wären. Also geht es drinnen weiter, mit der Voranzucht von Fruchtgemüse wie Tomaten, Auberginen oder Paprika. Ein Küchengärtner hat immer etwas zu tun.



Zitrus-Duft liegt in der Luft

Es hat mich schon immer fasziniert, das Zitrusbäume bereits wieder neue Blüten ansetzen, obwohl  die Früchte von der letzten Saison noch am Baum hängen. Ich habe im vorletzten Winter eine 'Meyer Zitrone' bei meinem Sohn aus der geheizten, dunklen Zimmerecke gerettet. Sie hat sich in unserem kühlen Wintergarten wunderbar akklimatisiert, den letzten Sommer im Freien verbracht  und trägt jetzt noch neun Früchte aus der letzten Saison.  Nun treibt und blüht sie bereits wieder aus allen Blattachseln. Die Blüten duften wunderbar. Die Meyer-Zitrone ist eine Kreuzung aus Zitrone, Orange und

Mandarine, die schon Anfang  des letzten Jahrhunderts in China gezüchtet wurde. Ihr Fruchtfleisch ist daher auch etwas dunkler und aromatischer als bei normalen Zitronensorten.



Einmal schneiden, bitte!

Einmal schneiden und kämmen bitte! Mein Steingartenhügel am Garteneingang sieht zur Zeit sehr struppig aus. Hier und da sieht man die ersten Tulpen und Narzissen durch das Dickicht spitzen. Es ist höchste Zeit, die Polsterstauden zurückzuschneiden und alles Abgestorbene auszukämmen. Die dünnen Blütentriebe vom Origanum lassen sich leicht mit der Gartenschere kürzen und die trockenen Pflanzenreste vom Kaukasus-Vergissmeinnicht kann man mit den Händen gut aus den Pflanzenpolstern auskämmen. Die eine oder andere zu üppig wachsende Staude wird etwas eingedämmt und bald wird die Frühlingsblüte auf dem Hügel am Eingang wieder mit einem bunten Blütenspiel begrüßen. Der Frühling kann kommen.



Express–Schneeglöckchen

Erst Schnee, dann Glöckchen. Gefühlt nur wenige Tage nach dem letzten Schneefall und Eiseskälte summen die Bienen um unsere Schneeglöckchen herum und die Sonne scheint, als wäre es schon richtig Frühling. Das es gerade noch Winter war, erkennt man nur noch an der jeden Tag dünner werdenden Eisdecke auf dem Teich.  Wenn es mit der Wärme so weiter geht, wird das wohl eine rasant kurze Blütezeit werden. Das ist schade, denn gerade die ersten Frühlingsblüher im Garten bekommen doch unsere ungeteilte Aufmerksamkeit – kein übervoll blühender Kirschbaum oder Rosenstrauch stielt ihnen die Show, wenn sie jetzt aus dem Unterholz leuchten. Schneeglöckchen, Winterlinge, und Elfenkrokusse zeigen den Start in die neue Gartensaison an und sind willkommen nach den dunklen Wochen. Hoffentlich bleiben sie noch eine Weile.

 

 

Vom Schnee bedeckt

Nun ist der vorausgesagte Wintereinbruch im Winter (!) auch bei uns angekommen. Leise und kontinuierlich hat es seit gestern Abend zum zweiten Mal geschneit und heute Morgen bedecken zehn Zentimeter feinster Pulver-Neuschnee den Garten. Das ist nicht schlecht, denn so sind Boden und Frühblüher jetzt vor den kommenden Nächten mit Temperaturen unter Minus zehn Grad besser geschützt als bei einem Kahlfrost. Habe dann gleich am Morgen den Vögeln frisches Futter gegeben: Sonnenblumenkerne für Meise und Dompfaff, ein paar Rosinen und Haferflocken für Amsel, Rotkehlchen und Co. Wie diese winzigen Federbällchen da draußen überleben können in der Kälte, ist schon beeindruckend. 

 

 

Saatgut ist Hoffnung

Wer weiß, wann die Gartencenter wieder aufmachen. Deshalb habe ich mir fehlendes Saatgut für meine Hochbeete online geordert. Denn es kribbelt im Grünen Daumen. Auch wenn draußen erst einmal der Winter angekommen ist. Alles, was ich brauchte, habe ich diesmal bei Sperli gefunden. Darunter die Dicke Bohne ‘Robin Hood’. Sie wird wegen ihres nicht allzu hohen Wuchses auch speziell für Hochbeete empfohlen. Da bin ich mal gespannt. Zuletzt hatte ich mit der kompakten Sorte 'Witkiem’(Foto) gute Ernten. Aber Frau muss ja auch mal etwas Neues ausprobieren. Es gibt immer mehr Gemüse-Züchtungen , die sich für Hochbeete oder Pflanzkübel eignen. So kommt die Freude an der eigenen Ernte auch auf Balkon und Terrasse.


Gärtner sind glücklicher

Mitte Januar und die Tage werden wieder langsam länger - die Hoffnung auf das nächste Frühjahr wächst. Um mich in Gartenlaune zu bringen, sehe ich mir Fotos aus dem letzten Gartenjahr auf dem Laptop an, sortiere und beschrifte sie. Und da ist sie – die Vorfreude auf die nächste Gartensaison. Die bunten, blütenreichen Erinnerungen aus den eigenen Beeten wirken noch besser als jeder Gartenkatalog oder jedes noch so schön illustrierte Gartenbuch. Denn man hat die Gewissheit, dass diese Blütenpracht in diesem Jahr wieder auf einen wartet und vielleicht noch schöner wird als im letzten Jahr. Es ist auch Zeit, Sämereien zu bestellen. Zum Glück habe ich mir über das vergangene Jahr einige Gemüse- oder Blumensorten notiert, deren Vorrat zu Ende geht oder die ich neu ausprobieren möchte. Auf geht's! 

 

 


Die Harten bleiben im Garten

Jetzt soll es Winter werden, mit Schnee und Dauerfrost. Doch heute ist es relativ mild und ich gucke am Vormittag noch mal nach dem Rechten im Garten. Müssen noch Kübelpflanzen in das Gewächshaus? Oder gibt es noch etwas zu ernten, was dem nächsten stärkeren Frost sonst zum Opfer fällt? Von den Äpfeln, die im Gartenhaus  lagern, kommen jetzt dei besten in den Wintergarten, bevor sie unter dem Frost leiden. Dann hole ich noch einen Korb Brennholz rein, damit wir es uns am Kamin gemütlich machen können, wenn es draußen richtig kalt wird. Ich bin noch nicht ganz fertig, da fängt es an zu regnen. Wie gut geht es einem, wann man ein Dach über dem Kopf hat und einen Garten, aus dem man ernten kann! Trotz Fernweh und Sehnsucht nach Freunden weiß ich das in diesen Zeiten einmal mehr zu schätzen.

 

Gurke am Weihnachtsbaum

Nach dem bisher sehr milden Dezember ist doch tatsächlich Schnee für den ersten Weihnachtstag angekündigt und leichter Nachtfrost. Ich bin froh, dass es noch nicht dauerhaft so kalt war, denn dadurch gibt es immer noch Staudensellerie vom Hochbeet und frischen Asiasalat, die Petersilie wächst weiter und auch viele Kräuter wie Süßdolde, Salbei oder Rosmarin kann ich noch frisch ernten und damit leckere  Weihnachtsgerichte aromatisieren.
An unserem Weihnachtsbaum hängt seit zwei Jahren immer auch eine Gurke aus der Glasbläserstadt Lauscha. Das soll Glück bringen für das nächste Jahr und das können wir ja gebrauchen. Für mich ist es auch eine Erinnerung an das viele leckere Gemüse vom Hochbeet in diesem Frühjahr, Sommer und Herbst. Frohe Festtage!

 

Schlange fliegen am Futterhaus

Das Futterhäuschen für unsere Gartenvögel und das eine oder andere vorwitzige Eichhörnchen steht wieder auf der Terrasse und wird rege besucht. Und wehe, es liegen mal keine Sonnenblumenkerne darin oder die Schale darunter ist leer und Haferflocken oder Apfelstücke fehlen. Dann kommen Amsel oder Rotkehlchen gern mal näher ans Fenster und gucken, ob wir nicht doch von den Stühlen hoch zu kriegen sind und Futter nachliefern. Das klappt auch meistens, denn man will ja nicht beim Essen andere hungern sehen. Ein Bericht über ein neues Start-Up hier im Norden hat mich gefreut: unter www.wildvogel-futter.de kann man im Norden regional produzierte Saaten für Wildvögel kaufen, die wirklich auf die Bedürfnisse der einzelnen Vogelarten abgestimmt sind. Eine gute Idee, finde ich.