Bienenfutter

Es summt und brummt an den kleinen, weißen Ilexblüten. Unsere Bienen haben scheinbar viel Spaß beim Blütenbesuch. Selber gepflanzt hätte ich die beiden in unserem Garten stehenden Stechpalmen (Ilex aquifolium) nicht. Die überhängenden und vor allem im unteren Bereich sehr wirr durcheinander wachsenden Triebe sind nicht so meins. Die immergrünen Sträucher standen schon vorher im Garten. Die eine, recht hoch gewachsene Pflanze, ist inzwischen von den Trieben der Ramblerrose 'Bobby James' überwuchert und zur Blütezeit ein absolutes Highlight im Garten. Der andere Ilexstrauch dient als Sichtschutz und wird auf Heckenhöhe gehalten. Da er begehrtes Bienenfutter liefert, wird er wohl einen Platz im Garten noch lange behalten. Stechpalmen können bis zu 300 Jahre alt werden...

Schön und heilsam - Fieberklee

Unser Fieberklee im Teich blüht! Viele heimische Pflanzen tragen schon im Namen einen Hinweis darauf, dass sie als Heilpflanze genutzt wurden oder immer noch werden; Wie der Fieber- oder Bitterklee (Menyanthes trifoliata). Sie enthält  heilsame Bitterstoffe, die Magen und Darm nützen. Die Pflanze  ist wirklich etwas Besonderes, weil sie auch die einzige Art in Ihrer Pflanzengattung Menyanthes ist. Außergewöhnlich sind außerdem die weißen Trichterblüten, deren Blütenblätter innen von zahlreichen Fransenhaaren bedeckt sind. Als heimische Sumpfpflanze, ist sie wie so viele Wildpflanzen feuchter Gebiete in Ihrem Bestand gefährdet. Bei uns im Gartenteich fühlt sie sich allerdings pudelwohl und wächst üppig. Zur Freude der Hummeln und Bienen, die die Blüten gern besuchen. 

Endlich Regen!

Wenn man im April schon jeden Morgen durch den Garten laufen muss, um die Aussaaten im Hochbeet, die  Kübel und frisch Gepflanztes in den Beeten zu wässern, ist das lästig. Eigentlich gibt es genug Anderes zu tun im frühlingshaften Garten. Aber es nützt nichts, der Start in die Frühlingssaison ist einfach zu trocken. Um so mehr freut es mich, dass es nun endlich geregnet hat, innerhalb von zwei Tagen etwa 15 Liter/qm. Das kann ich an meinem Regenmesser ablesen. Nach ihm habe ich heute morgen gleich geschaut, um zu sehen, was der Regen gebracht hat. Unser Erdtank ist wieder aufgefüllt und die Regentonne am Gewächshaus hat sich zumindest zur Hälfte gefüllt. Aber am schönsten ist es, sich heute Morgen entspannt zurückzulehnen und sich am frischen Grün zu freuen.

Elfenhafte Blüten

Da sind sie wieder: Zuerst sieht man den neuen Austrieb von Blätter und Blüten bei den Elfenblumen kaum, doch dann entwickeln sich an den dünnen drahtigen Stielen die reizvollen Blüten und sehen aus, als ob ein Schwarm kleiner Elfen mit Reifrock über dem Laub tanzt wie hier bei der Sorte 'Orangekönigin' (Epimedium x warleyense, Foto).

Den Reiz der zarten Blütenwunder kann man so richtig erst bestaunen, wenn man in die Hocke geht. Deshalb pflücke ich mir in jedem Frühling ein paar Blütenstiele und stelle sie in eine Vase, um mich einmal mehr an ihnen zu erfreuen. Auch ist die Blütezeit leider nicht lang, dafür hat man an dem fast immergrünen Laub des Bodendeckers noch lange Freude. Und wo die Elfenblume mit ihren dichverzweigten Rhizomen wächst, kommt kein unerwünschtes Wildkraut ins Beet.

Frohe Ostern!

 

 

 

Ich wünsche allen Hochbeet- und  Gartenfans schöne Ostertage!

Es sprießt so grün

Da sind sie ja: in meinem kleinen Juwel-Hochbeet mit Frühbeet-Aufsatz sprießt der Spinat 'Monnopa'. Das Beet aus Kunststoffbausteinen ist eine gute Ergänzung zu seinen großen Geschwistern aus Holz. Schon früh im Jahr kann ich es nutzen. Meist säe ich erst Spinat, bevor Ende Mai wärmeliebende Kulturen wie Kürbis oder Süßkartoffel einziehen. Im letzten Jahr haben wir es einmal ganz neu aufgesetzt und mit halbreifem Kompost als Grundfüllung für Nährstoffnachschub gesorgt. Auch Knoblauch habe ich darin schon zum Wachsen gebracht. Die Umrandung aus Doppelstegplatten bleibt auch im Sommer um das Beet, gibt den Pflanzen Halt und schafft ein günstiges Kleinklima, auch wenn ich die Frühbeet-Abdeckung dann weglasse. Mal sehen, was ich in diesem Jahr alles ernten kann.

Blütenwolken

Blühende Bäume und Sträucher sind immer ein besonders beeindruckender Gartenschmuck. Vor allem jetzt, im zeitigen Frühling,  wenn die Gehölze ansonsten noch kahl sind und erst nach der Blüte beginnen, auch Laub zu treiben. Forsythie, Blutpflaume und bald auch Felsenbirne und Kirsche blühen vor dem Blattaustrieb, was die Wirkung ihrer Blütenpracht noch verstärkt.
Strahlend gelb leuchten jetzt die Forsythienblüten in der Sonne und rosige Blütenwolken haben sich über die Blutpflaumen in unserem Garten ergossen (Foto). Bei jedem Gang durch den Garten oder Blick aus dem Fenster erfreut diese Blütenfülle die Seele und bestätigt, dass jetzt wirklich Frühling ist.

Wilde Kräuter

Gerade einige Wildkräuter wie Bärlauch und Süßdolde sind zeitig im Frühjahr am Start und gehören zum Ersten, was ich ernten kann. Dafür unternehme ich einen Gartenspaziergang , denn die Pflanzen wachsen nicht im Kräuterbeet, sondern an ganz verschiedenen Stellen in meinem Garten. Die Süßdolde steht am Gehölzrandbeet neben dem Weg zum Haus unter Blütensträuchern. Ihr farnartiges, hellgrünes Laub (Foto) bildet dort im Sommer einen schönen Kontrast zu den ledrigen, dunkelgrünen Blättern der Lenzrosen. Der Bärlauch wächst an der Südgrenze hinter unserer Hainbuchenhecke zur Straße und fühlt sich dort sehr wohl. Im Sommer ist es hier unter der alten Blutpflaume und hinter der dann dicht belaubten Hecke schattig und ideal zum Übersommern für die Waldpflanze.

Früh am Start

Die milde Vorfrühlings-Wetterlage lässt wieder alles sprießen, auch die Pflanzen, die man nicht so gern im Garten hat, weil sie sich zu üppig aussäen oder sonst wie vermehren. Ganz früh am Start ist dabei das Bartige oder Garten-Schaumkraut (Cardamine hirsuta). Die kleinen Blatt-Rosetten mit den gefiederten Blättern finden jetzt überall im Garten, denn die eher unscheinbare, aber sehr robuste Pflanze bildet schon früh Blüten und zahlreiche Samen, die durch die Luft geschleudert werden. Doch bevor ich im Garten Pflanzen eliminiere, recherchiere ich erst einmal, ob sie nicht geniessbar sind. Tatsächlich schmeckt die Pflanze samt Wurzel kresseartig, enthält viel Vitamin C und Senfölglucoside, wirkt verdauungsfördernd und gegen Rheuma. Also guten Appetit nach dem "Unkrautziehen".

Düngen bei Vollmond

Heute ist Vollmond und der Frühling steht vor der Tür. Das erinnert mich daran, sass die Düngesaison wieder losgeht. Ich bin da eher nachlässig, aber in diesem Jahr will ich es richtig machen. Meine Palme im Hausflur und die überwinterten Pflanzen im Wintergarten bekommen jetzt eine Stärkung. Zum Start in die neue Wachstumsperiode freuen sie sich über eine gute Portion Stickstoff aus einem Grünpflanzendünger. Für meine Phalaenopsis-Orchideen habe ich noch Orchideen-Spezialdünger, der natürlich nicht so hoch stickstoffdosiert ist. Wichtig beim Düngen ist, dass die Erde bzw. das Orchideensubstrat nicht ausgetrocknet ist, damit beim Gießen mit der Düngerlösung die Wurzeln durch die plötzlich hohe Salzkonzentration keinen Schaden nehmen. Also Erde vorher etwas anfeuchten und dann  mit der Düngerlösung gießen (Foto: Neudorff)

Ran an die Schere

Es kribbelt im Grünen Daumen, denn die Sonne scheint und es ist windstill. Doch was kann man schon tun im Garten? Aufräumen, alte Töpfe aussortieren, im Gewächshaus nach dem Rechten sehen. Da fällt mein Blick auf die Eibe am Gartenweg zum Hauseingang. Sie könnte einen Schnitt gebrauchen, denn bald ragt ihre üppige Kugelkrone bis über den Weg. Also schnell die Heckenschere schnappen und los geht es. Die weichen grünen Triebspitzen rieseln zu Boden. Bloß nicht zu zaghaft, denn die Pflanze wird schnell wieder nachwachsen im Frühjahr.

Nach und Nach nimmt die Pflanze wieder Form an. Kaum eine andere Gartenpflanze ist so unkaputtbar wie eine Eibe. Für die Oberseite brauche ich allerdings eine Leiter, um überall anzukommen. Die kommt dann morgen dran...

Salat-Experimente

Frisches Grün aus alten Gemüseresten, ein ganzes Buch ist mit  Ideen gefüllt, aus Möhrenresten, Salatstrünken oder Ingwerstücken neues Erntegut wachsen zu lassen. "Regrow your Veggies" von Melissa Raupach und Felix Lill (Ulmer Verlag) haben ihre Erfahrungen mit Gemüseresten, Kräuterstecklingen und allerlei Knollen hier zusammengetragen. Ich habe den Versuch mit Römersalatherzen mal nachgemacht und etwa 3 cm lange Strünke der Salatpflanzen in eine kleine Schale mit Wasser gestellt. Erstaunlicherweise konnte man den neuen Blättern fast beim Wachsen zusehen. Die Ernte ist zwar bescheiden, aber immerhin. Als Nächstes werde ich versuchen, mir eine eigene Kurkumapflanze zu ziehen, ein paar frische Rhizom-Knöllchen habe ich noch.

 

Eisige Kälte

Nun ist der Winter gekommen, wie zumeist in unseren norddeutschen Breiten mit Kahlfrost und ohne Schnee. Am Morgen liegen dicke Raureifschichten auf den Ästen und Zweigen. Den Winterblühern in meinem Garten wie Winterjasmin und Zaubernuss macht der Frost kaum etwas aus. Die gerade aus dem Boden gekommenen Blütenknospen von Schneeglöckchen und Winterlingen verharren in ihrem Wachstum. Samenstände an Stauden und Bäumen, die Mini-Hagebutten an der üppigen Ramblerrose und die durchfrorenen, jetzt mürben kleinen Zieräpfel werden gern von unseren Gartenvögeln als Winternahrung angenommen. Auf der Wiese hinterm Haus sieht man wieder allerlei Vögel, die nur im Winter näher ans Haus kommen oder Durchziehen auf ihrem Weg in den Norden wie die Rotdrosseln.

Stunde der Wintervögel

Noch einmal das Thema Vögel im Garten: Die NABU-Aktion Stunde der Wintervögel gewinnt mehr Freunde. In diesem Winter habe ich auch zum ersten Mal mitgezählt. Meine Bilanz: Drei Amseln, zwei Blaumeisen, ein Kleiber, drei Feldsperlinge (Foto), eine Heckenbraunelle, drei Weidenmeisen und zwei Dompfaffen tummelten sich an diesem Morgen an unserem Futterhäuschen, auf der Terrasse und den anliegenden Beeten. Dort lassen sich die Vögel bequem durch die Terrassenfenster beobachten. Das Melden der gezählten Vögel ist online leicht durchzuführen. Um die Vögel zu bestimmen, gibt es Hilfe. Ich habe diese für die Weidenmeisen genutzt, die ich erst fälschlich für Tannenmeisen hielt. Wenn man die Fotos der Meisen online dann nebeneinander sieht, fällt die Bestimmung leicht.

 

Frohe Weihnachten!

 

 

 

 

 

Ich wünsche allen Garten- und Hochbeetfans schöne Feiertage!

Die Blätter fallen

Mit jedem Windstoß rieselt das Laub jetzt unaufhörlich zu Boden. Und je mehr von dem Geäst unseres großen, alten Feldahorns und der anderen hohen Bäume an der hinteren Gartengrenze sichtbar werden, um so mehr fallen die Vögel wieder auf, die über die Zweige hüpfen und sich an den Samen erfreuen. Es ist reichlich an Nahrung vorhanden, noch stelle ich das Futterhaus nicht raus. Da, ein Girlitzpärchen knabbert an den Samenständen der großen Birke. Erst durch das Fernglas kann ich die kleinen gelb-grünlichen Vögel genau erkennen. Mal sehen, wer dieses Jahr über den Herbst an gefiederten Gästen so alles zu Besuch kommen wird auf dem Zug ins Winterquartier.

Frostiges Erwachen

Das kam jetzt unerwartet, in der letzten Nacht hat es gefroren, am Morgen sind noch -2 °C. Darauf hat meine Wetter-App leider nicht vorbereitet, denn die sagte etwas von +2 Grad  als Tiefsttemperatur. Die Glasscheiben vom Wintergartendach sind mit wunderschönen Eisblumen geschmückt. Aber schon nach dem Frühstück ist die Pracht vorbei. Ein kurzer Gartengang zeigt das gewohnte Bild nach dem ersten Frost: Kapuzinerkresse und Dahlien hat es erwischt, deren Blütenpracht ist jetzt vorbei. Ob das Abdecken mit einem Laken oder Luftpolsterfolie geholfen hätte? Egal, jetzt ist es eh zu spät. Schade, denn es wird wieder milder die nächsten Tage und die Pflanzen hätten sicher noch eine Weile durchgehalten.

Süßkartoffel-Ernte

Der Herbst ist da, nach dem ersten richtigen Regentag seit langem hat es heute Nacht auch ordentlich gestürmt. Aber heute Morgen scheint die Sonne und ich werde die ersten Süßkartoffeln meines Lebens ernten. Mit der Grabegabel bewaffnet mache ich mich auf den Weg zu meinem Mini-Hochbeet von Juwel. Im Frühjahr haben wir das halbhohe Beet mit halbreifem Kompost und Komposterde frisch aufgesetzt.  Die im Mai gepflanzte rotschalige Süßkartoffelpflanze hat den Butternut Kürbis daneben  längst überwuchert. Der erste Stich in die lockere Erde ist schon erfolgreich und nach und nach hole ich rund ein Dutzend zum Teil riesiger Süßkartoffeln aus dem Boden. Überraschung gelungen, jetzt gibt es Süßkartoffelpommes satt die nächsten Wochen.

Türkische Erbse

Das Hochbeetjahr war speziell, manches hat bessser geklappt als sonst, manches hat sehr unter der Hitze gelitten. Meine Buschbohnen haben die Spinnmilben inzwischen masakriert, aber eine Pflanze der sogenannten Türkischen Erbse trägt und blüht munter weiter. Die etwa zwei Meter lang rankende Bohnensorte aus der Gruppe der Perlbohnen mit dem irreführenden Namen wächst seitlich am Rand vom Hochbeet um einen Bogen aus zwei Bambusstangen. Ich hatte sechs Samen ausgesät, aber nur eine war gekeimt. Mehr aus Verlegenheit habe ich die eine Pflanze dann ins Beet zu den Buschbohnen gepflanzt. Die Triebe habe ich immer mal wieder an dem Bambusbogen hin- und her geleitet. Im nächsten Jahr bekommt die Türkische Erbse auf jeden Fall einen Stammplatz auf dem Hochbeet.

Apfelsegen

Jetzt ist es schon Tradition: Zum Herbstbeginn treffen wir uns bei Freunden zur Apfelernte. In ihrem Garten stehen zwei alte, ausladende Apfelbäume, ein Boskop und ein Glockenapfel, beides aromatische Lageräpfel. Mit Apfelpflücker, Leiter und zahlreichen Körben geht es ans Werk. Die Bäume sind übervoll und schnell füllt sich Korb um Korb mit den saftigen Früchten. Um die Äpfel lagern zu können, werden nur unversehrte Exemplare in die Kisten getan. Die restlichen Äpfel mit ein paar Macken werden zur sofortigen Verarbeitung separat gesammelt. Zum Glück spielt das Wetter mit und wir können sogar nach getaner Arbeit auf der Terrasse sitzen und leckeren Apfelkuchen genießen.