Bohnen unter falschem Namen

Auch im Spätsommer lohnt der Gang zum Hochbeet jeden Tag. Im Moment gibt es bei uns  häufig einen leckeren Bohnen-Tomatensalat mit Zwiebelgrün von der Winterhecke und Vinaigrette. Als Bohnen kommen so genannten 'Türkische Erbsen' hinein. Das ist eine alte aromatische Stangenbohnen-Sorte ohne Fäden. Bei mir ranken zwei Pflanzen davon seitlich am Hochbeet über einen Frühbeet-Tunnelbogen aus Metall.  Ich leite die Ranken also eher waagerecht und kann bequem pflücken. Lässt man ein paar der Hülsen ausreifen und gelb werden, hat man gleich Saatgut für das nächste Jahr . Im Handel findet man die Samen der Bohnenrarität zum Beispiel von der Firma Sperli.



Pflanzen-Fehlkauf

Auf einmal sind die durchaus dekorativen, aber leider sehr  invasiven Triebe der Eidechsenschwanz (Houttoynia cordata) überall im dichten Bewuchs unseres Waldgartens sichtbar. Beim Nachbuddeln fördere ich neben den kurz bewurzelten Blatttrieben auch fingerdicke helle Hauptwurzeln aus dem Boden, die sich meterlang durch Beet und Wege ziehen. Einige Stauden, wie die jetzt blühende Waldaster und eine Blaublatt-Funkie, sind durchwuchert und ich werde Mühe haben, diese wieder sauber zu trennen - wenn dies überhaupt gelingt. Auch zwischen den Ritzen der Steinfläche sprießen die Blätter hervor und ich ahne schon, dass auch diese komplett ausgegraben werden müssen. Selber Schuld. Diese Staude sollte nur mit Gefahrenhinweis verkauft werden.



Ein Hoch auf die Ringelblume

Die strahlenden, orangefarbenen Blüten der Ringelblumen (Calendula offizinales) möchte ich im Sommer nicht missen. Meist keimen die beliebten Sommerblüher im Frühjahr von allein aus herab gefallenen Samen vom Vorjahr. Diese sind auch Namensgeber. Denn das längliche Saatgut ist rundlich eingekringelt. Die Blütezeit reicht den ganzen Sommer über und die essbaren Blüten schmücken in dieser Zeit viele Speisen auf meinem Speisezettel. Dazu schrecken die Ausscheidungen der Ringelblumen-Wurzeln schädliche Fadenwürmer (Nematoden) ab. So sorgt die dekorative Sommerblume  im Gemüsebeet auch für gesundes Gemüse und ist in der Mischkultur eine nützliche Ergänzung. Und so schön!



Wer knabbert an der gelben Bete?

Na, wer war das denn? Eine meiner gelben Bete auf dem Hochbeet wird seit ein paar Tagen von einem Tier systematisch weggeknabbert. Das sind keine Schnecken. Jeden Morgen fehlt ein Stück mehr der oberirdisch wachsenden Knolle. Mit der Wildkamera lässt sich der nächtliche Besucher eindeutig überführen, auch wenn es kein sehr scharfes Foto ist. Eine Maus lässt sich jede Abend die lecker süß-aromatische Knolle schmecken. Die restlichen Gelben Beten habe ich inzwischen geerntet. Eine kann ich entbehren....



Hortensien-Zeit

Im Hochsommer ist Hortensienzeit und die brauchen viel Wasser. So stehen meine verschiendenen Hortensien auch gut da und die meisten blühen schon üppig. Mein Liebling ist die Sorte 'Love You Kiss' mit cremefarbenen Hochblättern, die einen lachsrotem Rand haben. Sie stammt aus Holland und gehört zu den Hovaria-Hortensien. Diese zeichnen sich neben besonders auffälligen Blütenständen auch durch eine schöne rote Herbstfärbung aus. 'Love you Kiss' empfängt meine Besucher im Kübel am Hauseingang und überwintert immer im Gewächshaus. Im Frühjahr bekommt die Pflanze eine Ladung Rhododendrondünger auf den Topfballen und wächst dann richtig los. Nur das regelmäßige Wässern darf man nicht vergessen.

 



Käferplage an der Rauke

Wir waren nur kurz  zwei Tage an der See, da haben die kleinen Biester wieder zugeschlagen. Alle Blätter der Wilden Rauke sind durchlöchert. Der Kohlerdfloh ist wieder unterwegs und frisst sich satt. Die keinen, glänzend-dunklen Käfer haben ihren Namen zu recht, denn wenn man sich ihnen nähert, springen sie weg wie ein Floh. Dafür haben sie sehr kräftige Hinterbeine. Ich wüsste nicht, welche Fressfeinde die Käfer haben können, so schnell wie die kleinen Hüpfer sind. Meine frisch gepflanzten Grünkohl-Setzlinge hatte ich zum Glück mit einem Insektenschutz-Netz versehen – eigentlich zum Fernhalten der Kohlweißlinge.


Fundstück Mochusmalve

Gemäß der Redensart „Man geht nie zweimal in denselben Garten“ habe ich heute  eine neue Pflanze in einem Beet entdeckt. Nicht gesät und nicht gepflanzt, aber herzlich willkommen sind mir die weißen Blüten einer der Mochusmalve (Malva moschata ‘Alba’) Diese ist in dem Gewusel der Mutterkrautpflanzen unbemerkt herangewachsen  und jetzt erst im Blühen sichtbar. So kommen immer mal wieder Samen aus Nachbargärten oder auch durch Sämlinge in der Topferde von gekauften Stauden in den Garten. In diesem Fall mal kein „Unkraut“, sondern eine Staude, die ich gern weiter kultiviere und auch versuchen werde, durch gezielte Aussaat zu vermehren.



Himmelsstürmer Rambler-Rose

Ein Höhepunkt im Gartenjahr: Schon am frühen Morgen summt und brummt es in den cremeweißen Blütendolden von 'Bobby James', meiner Lieblings-Ramblerrose. Sie hat mit ihren meterlangen Trieben und unzähligen Blütendolden den eher sparrigen, hohen Ilex inzwischen völlig vereinnahmt und ragt weit in den zur Zeit so blauen Himmel. Unsere Bienen sammeln fleißig für den Rosenhonig, der dann im Hochsommer geerntet werden kann. Vor dem Rosenstock auf der Terrasse stehen Sonnenschirm und Hängematte. Ein idealer Ort, um in den Mittagsstunden dort zu entspannen, den wunderbaren Duft der Blüten zu genießen und das emsige Treiben in den Blüten zu beobachten.



Wasser ist Leben!

Das ist Entspannung pur, ja fast Meditation - an unserem  Teich zu sitzen und das vielfältige Leben zu beobachten, das im und am Wasser  herrscht. Die Spatzen, die am Teichrand plantschen. Die Schwalben, die über dem Wasserspiegel hin und her flitzen, mal um zu trinken, mal um Insekten von der Oberfläche weg zu fangen und mal, um im Flug zu baden. Im Wasser tummeln sich die gar nicht scheuen Teichmolche und die ersten Libellen schwirren auch schon über den Teich. Unsere Bienen stecken tief in den gelben Blüten der Gauklerblumen am Wasserrnd. Es krabbelt, summt und brummt praktisch überall. Eben die ganze Vielfalt der Natur, ermöglicht durch den Lebensstoff Wasser.



Grünes vom Hochbeet

Was gibt es heute zum Mittagessen: Mein Blick schweift über die mittlerweile üppig sprießenden Hochbeete und es läuft ein Kopfkino der verschiedenen Rezeptideen ab. Mit Spinat und Senfhollandaise überbackenen Lachs? Oder doch vielleicht vegetarische Spaghetti mit eingelegten, getrockneten Tomaten, gerösteten Pinienkernen, ganz viel gehackter Wilder Rauke, einem guten Schuss Olivenöl  und frisch geriebenem Parmesan? Auch der Pflücksalat und die vielen appetitlichen Kräuter springen mir ins Auge. Auf jeden Fall mache ich vorweg einen grünen Salat mit einem Kräuter-Potpourri aus Petersilie, Dill, Süßdolde, Schildampfer, Schnittlauch und Bärlauchblüten.

 



Mein Maigarten

Wenn die Sonne rauskommt, leuchten sie jetzt wieder: Die Maifarben Schleswig-Holsteins. Das sind die Felder mit dem gelben Raps, der blaue Himmel und die weißen Wolken daran. Auch in meinem Garten genieße ich diesen entspannenden und hoffnungsfrohen Farb-Dreiklang. Gelb blühen meine Ginster, Himmelblau darunter die Vergissmeinnicht (Foto) und weiße Blütenwolken haben zur Zeit Süßdolde und Flieder. Das Ganze gemischt mit einer wunderbaren Palette an frischen Grüntönen der ausgetriebenen Gehölzen und Stauden. Daran muss man sich satt sehen und sobald der Himmel aufreißt, bin ich draußen im Garten.

 



Dunkles Laub setzt Akzente

Grün, wohin das Auge schweift... Nein, doch nicht ganz. Es gibt in meinem Garten einige Stauden, die einen tollen roten Blattaustrieb haben. Sie bringen Abwechslung ins Frühlingsbeet.  Wie das rotbraunes, gefiederte Laub von der Storchschnabel-Hybride ‘Espresso‘ (Foto). Sie fallen im frischen Frühlingsgrün besonders auf und  bringen Abwechslung ins Beet auch ohne Blüten. Diese kommen dann ein paar Wochen später als Schmuck dazu. Die Plfanze  blüht schon bald Hellrosafarben. Vom Purpurglöckchen (Heuchera) gibt es ebenfalls attraktive dunkellaubige Sorten. Und auch meine rosaroten Pfingstrosen treiben rötlich aus und sorgen so schon vor der Blüte für Aufmerksamkeit im Staudenbeet.

 



Hummeln am Start

Es brummt schon früh am Morgen unüberhörbar aus den Beerensträuchern. Nur wenige Grade über Null, sind einige Hummeln schon unterwegs und versuchen es schon mal bei den Blüten der Schwarzen Johannisbeeren fünfig zu werden, aber die sind alle noch geschlossen. Mehr Glück haben sie an der Jostabeere. Eine Steinhummel (Foto) steuert dort eine Blüte nach der anderen an und sammelt Pollen und bestäubt sie dabei ganz zufällig . Hummeln sind mir mit die liebsten Gartenhelfer. Während unsere Honigbienen lieber noch in ihren warmen Bienenstöcken hocken. Und ich kann mich jetzt schon auf eine reiche Beerenernte im Sommer freuen. 

 



Vorbereitung auf den Regen

Jetzt heißt es handeln: Einige Gartenarbeiten habe ich die letzten Wochen immer mal wieder vertagt, denn bei der anhaltenden Trockenheit macht es weder Sinn, den Rasen zu vertikutieren, noch zu düngen oder größere Pflanzaktionen vorzunehmen. Eine ganze Reihe von Stauden warten noch auf den Umzug in die Beete. 

Durch den bedeckten Himmel und die endlich frostfreien Nächte können jetzt auch viele der in meinem  Gewächshaus überwinterten Kübelpflanzen wie Rosen oder Hortensien ins Freie und ihre schon voll ausgetriebenen Blätter abhärten und an das Außenklima gewöhnen. Dazu noch der Supermond letzte Nacht: Da heißt es düngen, düngen, düngen. Der Regen wird die organischen Düngepellets schnell aufweichen und die Nährstoffe darin für Pflanzen verfügbar machen. Also auf geht es...

 



Minz-Management

Erdbeerminze, Orangenminze, Marokko-Minze, Apfelminze und Schweizer Minze - fünf Minzsorten im Garten im Schach zu halten ist gar nicht so leicht. Bloß nicht einfach so ins Beet pflanzen, sonst durchziehen die meterlangen Triebe bald den ganzen Boden  und sind zwischen anderen Stauden schwer wieder zu entfernen.

Meine Schweizer Minze (links) siedelt deshalb jetzt auch in eine große alte Zinkwanne um, denn selbst im Beet mit  Holzeinfassung wird sie  zu übermütig. Auch die zierlichere Erdbeerminze hat jetzt einen Kasten für sich. Meine Lieblingsminze ist die Orangeminze. Bei ihr paart sich der frische Minzgeschmack mit einem leckeren Hauch nach Zitrusölen. Toll zum Kochen und für Desserts!

 



Ran an den Giersch

Da ist er wieder, an verschiedenen Stellen im Garten sprießen die ungeliebten, dreiteilig gefiederten Blätter vom Giersch aus dem Boden, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben. Etwas dezimiere ich den Ausbreitungsdrang des robusten Wildkrautes durch das regelmäßige Pflücken der jungen Triebe für die Frühlingsküche. Zusammen mit Bärlauch, Süßdolde und Schildampfer aus dem Garten wird daraus eine supergesunde Kräutermischung für Pesto, Kräuter-Kartoffelsalat mit Essig und Öl oder einen Quark-Dipp. Der Giersch-Geschmack lässt sich am ehesten mit dem von Petersilie vergleichen. Probiert es mal...



Ein neues Spielzeug

Ich habe eine ganze Reihe von älteren Handschaufeln. Die meisten davon sind an verschiedenen Plätzen im Garten verteilt. So kann ich bei Bedarf schnell in den Beeten den Boden lockern und Löwenzahn oder Gierschtriebe entfernen. Dafür tun auch alle noch ihren Dienst, ob der Rost an ihnen nagt oder nur der erste Lack ab ist. Meine neue Kombi-Pflanzschaufel von der Englischen Firma  Kent & Stowe zeigt mir aber, wie viel mehr Spaß die Gartenarbeit doch mit einem neuen, durchdachten Gartenwerkzeug macht. Toll ist vor allem der Hammerkopf am Griffende und die gezackte Kante, mit der man ganz leicht Stauden ausgraben und teilen kann. Unbedingt auf die Gärtnerwunschliste setzen.



Tête-à-Tête im Staudenbeet

Es wird gelb im Garten: Nach Schneeglöckchen und Krokussen leuchten jetzt die Blüten der Zwerg-Narzissensorte 'Tête-à-Tête' aus meinen Staudenbeeten. Alle stammen von ausgeblüten Topfpflanzen, die in den letzten Jahren zuerst etwas Frühlingsfeeling ins Haus gebracht haben. Nach dem Verblühen habe ich sie weiter gegossen und später mit dem zugegeben nicht mehr sehr attraktiven Laub ins Beet gepflanzt. Dort konnten die Zwiebelblüher in Ruhe einziehen und Kraft für neue Blüten sammeln. Also, nicht wegwerfen! Noch ein Tipp: Ich setze frühe Zwiebelblumen rund um Stauden, die einen überhängenden Wuchs haben wie Geranium 'Rozanne' oder die Buschmalve. Ihr Austrieb versteckt im Frühjahr bald das welke Narzissen-Laub. 

 



Es könnte losgehen auf dem Hochbeet

Da liegt es jungfräulich vor mir: Frisch mit einer Ladung reifem Kompost unter der Pflanzschicht versorgt, ist das Hochbeete  wieder aufgefüllt und für die Aussaat bereit. Ein Blick auf die Wetter-App sagt mir aber leider, dass es noch nicht viel Sinn hat, selbst so robuste Gemüse wie Dicke Bohnen, Radieschen oder Rauke zu säen. Es stehen noch ein paar Frostnächte an... Da heißt es Geduld  haben. Zumindest hat es mal wieder ordentlich geregnet. Auch wichtig für die erfolgreiche Aussaat im Freien, so schön sonniges Wetter und Wärme jetzt wären. Also geht es drinnen weiter, mit der Voranzucht von Fruchtgemüse wie Tomaten, Auberginen oder Paprika. Ein Küchengärtner hat immer etwas zu tun.



Zitrus-Duft liegt in der Luft

Es hat mich schon immer fasziniert, das Zitrusbäume bereits wieder neue Blüten ansetzen, obwohl  die Früchte von der letzten Saison noch am Baum hängen. Ich habe im vorletzten Winter eine 'Meyer Zitrone' bei meinem Sohn aus der geheizten, dunklen Zimmerecke gerettet. Sie hat sich in unserem kühlen Wintergarten wunderbar akklimatisiert, den letzten Sommer im Freien verbracht  und trägt jetzt noch neun Früchte aus der letzten Saison.  Nun treibt und blüht sie bereits wieder aus allen Blattachseln. Die Blüten duften wunderbar. Die Meyer-Zitrone ist eine Kreuzung aus Zitrone, Orange und

Mandarine, die schon Anfang  des letzten Jahrhunderts in China gezüchtet wurde. Ihr Fruchtfleisch ist daher auch etwas dunkler und aromatischer als bei normalen Zitronensorten.